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| 17:33 Uhr

Schulneubau für Döbern
Einzug soll in drei Jahren sein

Mit lustigen Sportspielen demonstrierten die Schüler des neuen Döberner Schulzentrums, was gemeinsam gelingen kann. Linus aus der Flex A2 und Lea aus der 9b balancierten den Tennisball am schnellsten über den Parcours.
Mit lustigen Sportspielen demonstrierten die Schüler des neuen Döberner Schulzentrums, was gemeinsam gelingen kann. Linus aus der Flex A2 und Lea aus der 9b balancierten den Tennisball am schnellsten über den Parcours. FOTO: LR / Katrin Kunipatz
Döbern-Land. Pläne für Neubau der Grundschule Döbern vorgestellt. Kosten steigen auf 12 Millionen Euro.

Neu gestartet ist vor wenigen Tagen das Döberner Schulzentrum. Genau 307 Grundschüler und 252 Oberschüler lernen seit Schuljahresbeginn an der Schule, die sich durch den Zusammenschluss der Mosaik-Grundschule und der Oberschule „Germanus Theiss“ hervorgegangen ist. Damit die Schüler schnell zusammenfinden, habe man Patenschaften gebildet, erklärt Evelyn Näther, Leiterin des Schulzentrums. Erster Test waren sportliche Wettkämpfe zur Eröffnung. In gemeinsamen Teams balancierten Grund- und Oberschüler Tennisbälle oder kickten einen Ball über die Strecke. Zum Abschluss banden die Klassen Zettel mit ihren Wünsche an Luftballons, die der Wind davon trug.

Einer der größten Wünsche dürften bessere Lernbedingungen für die Grundschüler sein. Bis 2021 könnte dieser Traum Wirklichkeit werden. Döberns Bürgermeister Jörg Rakete (SPD) erklärte bei der Feier, dass binnen drei Jahren das neue Schulhaus an der Ringstraße stehen soll. Die Vorbereitungen laufen seit über einem Jahr. Die nächste Weiche stellte der Amtsausschuss am Montag und stimmte dem vorgestellten Entwurf des Berliner Architekturbüros SEHW zu. Beim Konzept haben Amtsverwaltung, Schulträgerausschuss und Schulleitungen gemeinsam gearbeitet, erklärte Jörg Rakete. Kritische Anmerkungen kamen von den Ausschussmitgliedern Yvonne Fischer und Monika Löffler. Jedoch betonten Reiner Brauer, Peter Drobig, Eberhard Müller, Ekkart Herold und René Prüfer, man wolle für die Kinder eine anständige Schule bauen. Sie müsse für die nächsten 40 Jahre Bestand haben und sich mit Gebäuden in anderen Städten messen können.

Architekt Oren Zohar präsentierte ein modernes Schulgebäude. Breite Flure führen in die Mitte des Gebäudes. Hier befinden sich Treppe und Lichthof. Letzterer könne als Grünes Klassenzimmer genutzt werden und bringe Tageslicht und frische Luft ins Gebäude. Im Erdgeschoss befinden sich Sekretariat, Lehrerzimmer, Schülerküche, Technikräume und ein großer Mehrzweckraum. Im ersten Obergeschoss die Klassenräume für die 1. und 2. Klasse sowie die Fachräume für Kunst, Musik, Naturwissenschaft und Wirtschaft-Arbeit-Technik. Im zweiten Obergeschoss sind alle Klassenräume für die 3. bis 6. Klasse. Fußbodenheizung und Wlan gibt es in allen Klassenräumen, erklärt Wolfgang Krause, der für Statik und Technik des Neubaus verantwortlich ist. Geheizt wird mit einer Luft-/Wasserwärmepumpe mit Gaskessel. In den Klassenräumen gibt es Anschlüsse für Beamer und Whiteboard. Die Außenanlagen sehen den nötigen Busplatz an der Ringstraße sowie einen Schulhof mit verschiedenen Spielangeboten hinter dem Gebäude vor, beschreibt Landschaftsplaner Arthur Sawatky.

Beim Preis liegt das Konzept deutlich über der ersten Schätzung von 7,7 Millionen Euro. Knapp 12 Millionen Euro würde der vorgestellte Entwurf kosten, so Architekt Zohar. Als Grund für die Erhöhung nennt er den größeren Platzbedarf für zusätzliche Klassenräume, die der Rahmenplan des Ministeriums vorsehe. Bezahlen kann das Amt Döbern den Neubau nur mit Unterstützung vom Land. Der Antrag für die 75-prozentige Förderung werde bis zum 31. August eingereicht, so Kämmerer Sören Reichelt. Die zusätzlichen Eigenmittel müssten im Haushalt eingeplant werden.

Nächster Schritt ist der Bauantrag, parallel soll die Ausführungsplanung erfolgen. Wunsch der Amtsverwaltung sei es noch 2019 mit dem Bau zu beginnen, damit zum Schuljahresbeginn 2021/22 alles fertig ist.

So soll das neue Schulgebäude aussehen. Die Fassade wird mit hellen Klinkern verkleidet. Der Eingang befindet sich an der Ringstraße.
So soll das neue Schulgebäude aussehen. Die Fassade wird mit hellen Klinkern verkleidet. Der Eingang befindet sich an der Ringstraße. FOTO: SEHW Architektur