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| 01:00 Uhr

Einfach mal aussteigen

Die 22-jährige Sandra Schuffenhauer aus Forst ist seit sechs Wochen in Australien. Nach einer Krankenschwester- Ausbildung möchte sie erst einmal etwas von der Welt sehen. Die junge Frau finanziert ihre Reise durch Jobs. In Sydney posierte sie vor der Habour Bridge, die sich schräg gegenüber der berühmten Oper befindet.
Die 22-jährige Sandra Schuffenhauer aus Forst ist seit sechs Wochen in Australien. Nach einer Krankenschwester- Ausbildung möchte sie erst einmal etwas von der Welt sehen. Die junge Frau finanziert ihre Reise durch Jobs. In Sydney posierte sie vor der Habour Bridge, die sich schräg gegenüber der berühmten Oper befindet. FOTO: privat
Forst.. In den vergangenen drei Jahren hat die 22-jährige Forsterin Sandra Schuffenhauer in Berlin eine Ausbildung zur Krankenschwester gemacht. Seit kurzem ist sie im australischen Sydney. Bis Mai nächsten Jahres möchte sie das Land am anderen Ende der Welt für sich erobern. Durch Nebenjobs möchte sie dieses Abenteuer finanzieren. In den nächsten Wochen wird die Forsterin in unregelmäßigen Abständen für die RUNDSCHAU-Leser von ihrer Reise berichten. Von Sandra Schuffenhauer

Als das Ende meiner Ausbildung immer näher rückte, stellte ich mir die Frage, wie es denn nun eigentlich weitergehen sollte. Arbeiten gehen„ Studieren“ Oder doch etwas ganz anderes„ Die Vorstellung, für einige Zeit in einem fremden Land zu leben, reizte mich schon lange. Ich dachte mir: „Jetzt oder nie!“ und flog schließlich Anfang Oktober nach Australien. Hier werde ich nun voraussichtlich acht Monate bleiben.
Da ich ein so genanntes „Work and Holiday“ -Visa besitze, darf ich hier auch arbeiten, jedoch nicht länger als drei Monate bei einem Arbeitgeber. Die eigentliche Idee dieses Visums ist es, durch das Land zu reisen und sich mit Jobs die Reise zu finanzieren.
Meine erste Station ist Sydney. Anfangs wohnte ich in einen „Backpackerhostel“ inklusive Zehn-Bett-Zimmer und Gemeinschaftstoiletten, aber vor allem mit Jugendlichen verschiedener Nationen mit dem gleichen Ziel: Land und Leute kennenlernen.
Unsere Gruppe, mit der ich nach Sydney flog, löste sich dann schon bald auf. Einige suchten sich ein Apartment, andere zogen weiter und fanden einen Job beim „fruitpicken“ - dem Obst-und-Gemüse-Ernten. Ich begann jedoch zunächst meinen vierwöchigen Sprachkurs und somit mein Leben in einer Gastfamilie. Ich wohnte etwas außerhalb vom Zentrum und fuhr dadurch jeden morgen auf dem Weg zur Schule über die berühmte Harbour Bridge mit faszinierendem Blick auf die Oper.
An den Linksverkehr kann ich mich jedoch nach wie vor nicht gewöhnen. Manchmal springe ich erschrocken zur Seite, wenn ein Auto plötzlich wild hupend an mir vorbeifährt.

Nach Sprachkurs auf Jobsuche
Vor ein paar Tagen fand der berühmte Melbourne Cup statt. Eigentlich ist das ein Pferderennen, bei dem aber die ganze Nation mitfiebert. Unseren Nachmittagsunterricht verlegten wir in einen Pub. Als das Rennen begann, hatte ich das Gefühl, ganz Sydney steht still und jeder starrt wie gebannt auf den Bildschirm und hofft, das Pferd, auf das er setzte, würde gewinnen. Die Stimmung war einfach großartig.
Wie sehen meine weiteren Pläne aus“ Da ich meinen Kurs nun beendet habe, bin ich auf der Suche nach einem Job, entweder in einer Fabrik oder auf einer Farm zum „fruitpicken“ . Da in Australien der Lohn wöchentlich ausgezahlt wird, ist dies eine gute Möglichkeit, schnell Geld zu verdienen. Damit möchte ich dann die Ostküste entlang fahren, vorbei am Great Barrier Riff. Später soll es dann in den Norden zu den Krokodilen und dem Kakadu-Nationalpark gehen, nicht zu vergessen auch der Ayers Rock und schließlich die Westküste, von der aus es zurück nach Sydney geht.

Australische Gelassenheit
Aber eines hab ich in meiner Zeit hier in Australien schon gelernt: Plane nicht all zu viel im Voraus, denn es kommt sowieso ganz anders, als du denkst! Oder wie die „aussies“ sagen würden: „no worries“ - mach dir keine Gedanken.

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