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Bauvorhaben
Eine lange erwarteter Spatenstich

Groß war das Interesse beim ersten Spatenstich für das Dorfgemeinschaftshaus in Klein Jamno. Der stellvertretender Bürgermeister Jens Handreck, Simone Schökel vom Landesamt für ländliche Entwicklung und Ortsvorsteher Bernd Simmank (v.l.n.r.) legten vor.
Groß war das Interesse beim ersten Spatenstich für das Dorfgemeinschaftshaus in Klein Jamno. Der stellvertretender Bürgermeister Jens Handreck, Simone Schökel vom Landesamt für ländliche Entwicklung und Ortsvorsteher Bernd Simmank (v.l.n.r.) legten vor. FOTO: Katrin Kunipatz / LR
Klein Jamno . Neubau des Dorfgemeinschaftshauses in Klein Jamno beginnt. Feuerwehr wird auch saniert. Von Katrin Kunipatz

Ein Spatenstich ist eigentlich nichts Besonderes. Im Forster Ortsteil Klein Jamno wird im Herbst regelmäßig irgendwo ein Spaten in den Boden gesteckt. Beete umgraben oder Bäume pflanzen sind die jetzt üblichen Arbeiten. Die verwendeten Werkzeuge sind oft schon in die Jahre gekommen. Und kaum jemand möchte in seiner Arbeitskluft fotografiert werden.

Ganz anders ging es am Freitagmittag auf dem Dorfanger in Klein Jamno zu. Anwohner, Ortsbeiräte, Stadträte, Mitarbeiter der Stadtverwaltung, Vertreter des Landesamtes für ländliche Entwicklung und vom Regionalmanagement Spree-Neiße standen bei trübem Novemberwetter auf der Wiese neben dem Feuerwehrgerätehaus und erlebten einen dreifachen Spatenstich. Mit nagelneuen Arbeitsgeräten nahmen Jens Handreck, Simone Schökel und Ortsvorsteher Bernd Simmank den ersten Erdaushub für das neue Dorfgemeinschaftshaus vor. Ein Moment, den Fotografen für die Orts­chronik im Bild festhielten.

Warum dieser ersten Spatenstich so wichtig ist, machte Ortsvorsteher Bernd Simmank deutlich. Im August 2007 schloss die Gaststätte. Seitdem finden alle Sitzungen des Ortsbeirats, Weihnachtsfeiern, Einwohnerversammlungen, Treffen der Senioren oder Spieleabende auf dem Hof eines Klein Jamnoers statt. Frank Heymann stellt seinen zum Partyraum ausgebauten ehemaligen Schweinestall auch als Wahllokal zur Verfügung. Deshalb bat Simmanks Vorgänger erstmals 2008 beim Forster Bürgermeister um Geld, um etwas Passendes bauen zu können.

Drei nagelneue Spaten stehen bereit für den ersten Spatenstich in Klein Jamno.
Drei nagelneue Spaten stehen bereit für den ersten Spatenstich in Klein Jamno. FOTO: Katrin Kunipatz / LR

Bewegung kam 2015 in die Sache. Nach der Prüfung mehrerer Varianten entschied man sich für den Neubau eines Dorfgemeinschaftshauses am Dorfanger: ein ebenerdiger, 82 Quadratmeter großer Raum, Toiletten und eine kleine Küche. Der Mehrzweckraum soll künftig von den Vereinen und Interessengruppen des Dorfes für die im Verlauf des Jahres stattfindenden Treffen und traditionellen Feste genutzt werden. Zum Gesamtprojekt gehört weiterhin die Sanierung des Schlauchturms und des ehemaligen Feuerwehrgebäudes am Dorf­anger. Dach, Fassade und Innenputz werden erneuert.

Rund 265 000 Euro werden Neubau und Sanierung kosten, erläutert Bauverwaltungsvorstand Heike Korittke. Die Stadt Forst erhält dafür rund 199 000 Euro EU-Fördermittel aus dem Leader-Programm, ergänzt Simone Schökel vom Landesamt für ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung. In enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung wurden die Anträge erstellt. Seit Februar 2017 liegt der Fördermittelbescheid vor. Noch in diesem Jahr soll die Bodenplatte hergestellt werden, so Korittke. Im Winter werden die weiteren Bauleistungen ausgeschrieben, damit im Frühjahr der Hausbau fortgesetzt werden kann. Im Oktober 2018 soll alles fertig sein.

Klein Jamno ist nicht der einzige Ortsteil, wo die Stadt auf Wunsch der Anwohner Baumaßnahmen vorbereitet. Für den Dorfanger in Sacro wurde eine Gestaltungssatzung erarbeitet. Sabine Jahnke, Leiterin des Fachbereichs Bauen, kündigte kürzlich an, dass Tafeln vor Ort über das Vorhaben informieren sollen. Schrittweise sollen die Maßnahmen umgesetzt werden. Für den Kirchanger in Noßdorf laufen bereits Planungen, in die das Bündnis für Noßdorf einbezogen ist. In Briesnig soll ein Treffpunkt für die Jugend entstehen. In Borau gibt es Überlegungen zur Umgestaltung des Gemeindehauses, damit die Feuerwehr eigene Sanitärräume bekommt. In Klein Bademeusel werden immer wieder Maßnahmen zur Erhaltung des Bestandes durchgeführt.