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| 18:40 Uhr

Mehr als 30 Anlaufpunkte bei Ausbildungsbörse in Forst
Einblick in Berufswelt der Region

Die Schülerin Arlett Heinze (15) informierte sich mit ihrer Mutter Diana Heinze bei Miliane Hergesell und Sylvia Hahnewald (v. l.) von der Medizinischen Schule des Carl-Thiem-Klinikums Cottbus über verschiedene Ausbildungsberufe. Auch ein duales Studium in Zusammenarbeit der der BTU wäre möglich.
Die Schülerin Arlett Heinze (15) informierte sich mit ihrer Mutter Diana Heinze bei Miliane Hergesell und Sylvia Hahnewald (v. l.) von der Medizinischen Schule des Carl-Thiem-Klinikums Cottbus über verschiedene Ausbildungsberufe. Auch ein duales Studium in Zusammenarbeit der der BTU wäre möglich. FOTO: Danny Herzog
Forst. Die Forster Ausbildungs- und Studienbörse fand zum sechsen Mal statt. Für Ausbildungsanbieter und Schüler ein idealer Ort. Und doch wird mehr Werbung gewünscht.

An mehr als 30 Informationsständen in der Halle konnten sich Jugendliche und deren Eltern einen Überblick über mögliche Ausbildungen und duale Studiengänge verschaffen. Viele Aussteller sind seit Beginnt der Börse vor sechs Jahren jedes Jahr vertreten, wie die Bäckerei Merschank, der Landkreis Spree-Neiße sowie Volksbank und Sparkasse. Manche Institutionen sind neu dabei, wie beispielsweise das Gubener Naemi-Wilke-Stift. Die Besonderheit des Stifts ist, dass es seit einigen Jahren neben der regulären Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger auch die einjährige Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegehilfe anbietet, bei der als Voraussetzung der Hauptschulabschluss genügt. „Wir nehmen gern Bewerbungen an und stehen auch für Schülerpraktika gern zur Verfügung“, erklärte Yvonne Hiob, Leiterin des stiftseigenen Bildungszentrums.

„Ich interessiere mich für den Beruf der Krankenschwester und könnte mir auch vorstellen, auf einem Rettungswagen als Sanitäterin zu arbeiten“, sagte die Döberner Oberschülerin Arlett Heinze (15). „Es ist unsere erste Ausbildungsmesse. Wir haben durch Zufall aus der Zeitung davon erfahren, etwas mehr Werbung wäre das nächste Mal schön“, fügte ihre Mutter Diana hinzu.

Einige Schritte weiter konnten sich die Jugendlichen bei der Reinert Logistic GmbH & Co. KG über vielfältige Ausbildungsberufe informieren. Vom Berufskraftfahrer über Kaufleute für Spedition bis zum Diplom-Wirtschaftsinformatiker bietet das Speditionsunternehmen aus Schleife  vielfältige Möglichkeiten. Mit über 850 Sattelzugmaschinen, 1200 Mitarbeitern und sieben Standorten ist es eines der größten Logistikunternehmen Ostdeutschlands.

Auch die Forster Stadtverwaltung präsentierte sich auf der Messe. „Nach der Bewerbung zum Verwaltungsfachangestellten folgt zunächst ein Eignungstest. Wenn dieser bestanden ist, werden die Bewerber unter anderem zu einem Praktikumstag eingeladen“, erläuterte die Auszubildende Sarah Herzog das Verfahren.

Derweil verschaffte sich der Siebtklässler Pascal Rudolf (13) mit seiner Mutter einen frühzeitigen Überblick an den Informationsständen. „Am liebsten möchte ich zur Polizei oder etwas mit Autos machen“, so der Schüler.

Auch für Interessierte des dualen Studiums bot die Börse in Forst  Gelegenheit für den Informationsaustausch. Bei der Staatlichen Studienakademie Bautzen lernen die Studenten der sechs Studiengänge die Theorie an der Hochschule und können das Gelernte bei einem der 270 Praxispartner anwenden. Von der Medizintechnik über die Elektrotechnik bis zur Wirtschaftsinformatik bietet die Akademie den jugendlichen ein umfangreiches duales Studienangebot.

Die diakonische Lafim-Gruppe, die in Forst mit dem Seniorenzentrum „Friedenshaus“ vertreten ist, bietet ebenfalls vielfältige Ausbildungen, etwa im Bereich der Altenpflege oder Behindertenhilfe, an. „Wir arbeiten sehr eng mit der Forster Oberschule zusammen, und auch das Gymnasium führt regelmäßig Projekte mit uns durch“, erklärte Leiterin Kerstin Peppernick. Ziel sei es, jedes Jahr einen Auszubildenden für den Forster Standort zu gewinnen. Ein Praktikum vorab könne bei der Entscheidungsfindung helfen.

Ute Weichert, die Geschäftsstellenleiterin der Bundesagentur für Arbeit in den Bereichen Forst, Guben und Spremberg, freute sich über das zahlreiche Erscheinen von Ausstellern sowie Jugendlichen und verdeutlichte, dass der Nachwuchs, insbesondere in Zeiten des Fachkräftemangels, sehr wichtig sei. Sie und ihr Team standen den Besuchern für Berufsberatung und einen Bewerbungsmappen-Check zur Verfügung.