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| 02:35 Uhr

Ein Märchen gleichzeitig erzählt in drei Sprachen

Ilhan Emirlii, Suse Weisse und Hamid Saneiyi (v.l.) vom Erzähltheater "Fenster zur Welt" geben im Kongresszentrum auf Türkisch, Deutsch und Farsi Einblick in fremde Kulturen.
Ilhan Emirlii, Suse Weisse und Hamid Saneiyi (v.l.) vom Erzähltheater "Fenster zur Welt" geben im Kongresszentrum auf Türkisch, Deutsch und Farsi Einblick in fremde Kulturen. FOTO: kkz
Forst. Auf der Klarinette spielend stimmt Ilhan Emirlii die Zuhörer im Forster Kongresszentrum am Freitagnachmittag auf die Vorstellung ein. Es ist ein Lied aus dem Grenzgebiet Anatoliens, verrät er. kkz

Die Melodie ist fremd und klingt doch angenehm. Hamid Saneiyi schließt sich an. Das Instrument in seinen Händen ähnelt einem großen Tamburin. In Farsi singt er dazu ein langes Lied. Verstanden hat den skurrilen Text, den er anschließend kurz in Deutsch wiedergibt, nur ein Teil des Publikums. Suse Weisse komplettiert die Runde mit einem kurzen Sommerlied - diesmal in deutscher Sprache.

Etwa 25 Personen haben den Weg ins Forster Kongresszentrum gefunden. Flüchtlinge und Einheimische lauschen gemeinsam dem ungewöhnlichen Theaterprojekt "Fenster zur Welt". Abwechselnd und irgendwie auch gemeinsam erzählen die drei Schauspieler ein arabisches Märchen. Ein schönes Mädchen, ihr verzauberter Liebster, 40 Räuber, untreue Frauen, dankbare Mütter und gerettete Söhne kommen darin vor. Jeder der Schauspieler bleibt dabei seiner Sprache treu.

Und obwohl jeder im Raum nie alles versteht, erleben alle nach den Irrungen das glückliche Ende der Geschichte. Es folgen weitere Lieder und Erzählstücke. Immer wieder mit viel Applaus vom Publikum bedacht.