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Forst
Ein Lob auf die kinderfreundliche Stadt

Ehrfürchtig und respektvoll begegnen Anton Woitow-Salan und sein kleiner Bruder Jakob dem Weihnachtsmann.
Ehrfürchtig und respektvoll begegnen Anton Woitow-Salan und sein kleiner Bruder Jakob dem Weihnachtsmann. FOTO: Margit Jahn
Forst. Marek Lispki ist mit seinen Kindern Stammgast bei der Kalender-Aktion. Und wirbt für Forst als kinderfreundliche Stadt.

Punkt 9 Uhr standen die ersten Besucher vor der Stadtbibliothek, als sie sich am Wochenende zum Adventskalender öffnete. Marek Lipski ist voll des Lobes über die Organisation der gesamten Adventskalendertürchen und hat sich keines der vergangenen Türchen mit seinen fünf Kindern entgehen lassen. Auch Doreen Sawall, die Leiterin der Stadtbibliothek war am Ende  mehr als zufrieden, dass so viele Kinder den Weg in das lesefreudige Haus gefunden haben. „Hier, an dem neuen Standort, ist es das erste Adventstürchen, welches wir öffnen dürfen“, sagt sie mit einem strahlenden Lächeln.

Pünktlich um 10 Uhr geht ein Tuscheln durch die großen Räume; der Weihnachtsmann wurde gesichtet. Ein paar Kinder sind so mutig und geleiten ihn auf ein schönes Plätzchen am Fenster. Er sitzt ein paar Stufen erhöht und hat einen guten Überblick über den Raum. Kaum lässt er sich nieder, stehen alle Kinder vor ihm, die meisten tragen ein schönes Lied oder Gedicht auf. Dann sind Anton (5) und Jakob (2) Woitow-Salan an der Reihe. Der  große Bruder ist so aufgeregt, dass er vor lauter Schreck seinen Text vergessen hat. Dabei hat er ihn auf dem Weihnachtsmarkt gestern noch gewusst.

Später fielen ihm die Zeilen auch prompt wieder ein. Jedenfalls hatte der Weihnachtsmann mit den beiden Jungen großes Verständnis und jeder den Beiden bekam aus dem großen Sack ein kleines Geschenk überreicht. Der kleine Jakob stand völlig ehrfürchtig vor dem großen Rauschebart.

Am Tisch mit leckerem Weihnachtsgebäck wurden die kleinen Präsente ausgepackt. Anton bekam das kleine Mini Pixi Buch „Im Reich des Mammuts“, Jakob „Das Geheimnis der Mumie“. Mit der Mutter ist Anton des öfteren hier, und mit den  Kindern aus dem Fröbel-Kindergarten. Bei Kinderpunsch, Pfefferkuchen und Plätzchen nehmen die Kinde erst einmal gemütlich an den Tischen Platz und verschmausen die süßen Köstlichkeiten.

Martha Lipski (9) hält einen wunderschönen selbst gebastelten Weihnachtsengel in der Hand, dazu noch zwei Lesezeichen. Alle wurden mit netter Anleitung der Bibliothekarin am großen Basteltisch selbst gefertigt. Und alle sind kleine Kunstwerke geworden, die in ein paar Tagen den Weihnachtsbaum schmücken können. Marthas Überraschungsbuch heißt: „Gefahr am Amazonas“. Sie liest sehr gerne. Deshalb sind sie auch hier und wollen sich nach dem Weihnachtsmann etwas umschauen. Irgendetwas Spannendes findet sich immer. Wer sich nicht so richtig entscheiden kann, der wird vom Bibliotheks-Team immer gut beraten.

Vater Lipski schaut einfach nur glücklich und zufrieden zwischen seinen Kindern umher, würde am liebsten ein Dankeschön in den Block diktieren: „Forst ist eine sehr kinderfreundliche Stadt.“ Seit sechs Jahren sei die Familie hier, fühle sich sehr wohl in Forst: „Ich empfehle allen Berlinern nach Forst zu kommen.“