Nach nur einjähriger Vorbereitungszeit konnte der Forster Initiator dieses Vorhabens, Bernd Beyer vom Freien Deutschen Autorenverband Brandenburg, ein echtes Forster Heimatbuch vorstellen. Es sei vieles erreicht worden, was angesichts dieses kurzen Zeitraumes kaum jemand für erreichbar gehalten habe. Die gemeinsame Arbeit von Planern, Machern und Geldgebern habe dies möglich gemacht, sagte Bernd Beyer, der sich vor eineinhalb Jahren die Frage stellte: "Was kann ich persönlich zu diesem großen Jubiläum beitragen? Auch ohne grünen Daumen Unkraut zupfen?" Den Ausschlag gab die erfolgreiche Anthologie, die der Verband im Kleistjahr 2011 nach einem Literaturwettbewerb herausgab.

Mehr als 80 Hobby- und Profiautoren, Maler, Fotografen, Musiker, Gestalter und Organisatoren füllten die 158 Seiten des Bandes. Ohne die Sponsoren, darunter die Firma Mrose, wäre dieser sicherlich nur in schwarz-weißer Aufmachung und als Paperback erschienen, betonte Beyer. Zahlreiche Mitwirkende dieses Gemeinschaftsprojekts stellten ihre Beiträge den Literaturfreunden am Donnerstagabend vor, unter ihnen Sylvia Beyer mit dem Gedicht "Forst und sein Rosengarten", Edelgunde Eidtner mit ihren lyrischen Miniaturen, Ingrid Ebert mit einer literarischen Reise in die Zeit der Jugend und der ersten Liebe, Hagen Pusch mit seiner humorvollen Kurzgeschichte "Anglerglück mit Rosenblick" und Candy Hecht mit dem Gedicht "100 Jahre jung". Gleich mit zwei Beiträgen wartete Fritz Schimmack auf, der die Lebensgeschichten seiner Vorfahren weit in die Vergangenheit verfolgte und detailliert aufschrieb. Den 82-Jährigen schreckte da auch nicht der 850 Kilometer lange Anfahrtsweg aus Zell/Wiesenthal im Schwarzwald, um diese Aufzeichnungen in seiner Heimatstadt persönlich vorzutragen. Umrahmt wurde die Präsentation durch das meisterliche Saxophonspiel von Lutz Spinde.

Doch was wäre solch eine Präsentation ohne ein Geburtstagsgeschenk für den 100-jährigen Ostdeutschen Rosengarten? Das Forster Stadtoberhaupt Jürgen Goldschmidt (FDP) kam nicht mit leeren Händen. Eine besondere Ehrung widerfuhr dem Forster Reinhard Richter, der im Jahre 1963, als Forst das 50-Jährige Bestehen seines Rosengartens feierte, die Forster Jubiläumsrose entwarf. Seither schmückte die Richter-Rose unzählige Plakate und Publikationen. Zu Beginn der 1990er-Jahre wiederentdeckt, werde diese nicht abermals in Vergessenheit geraten, versprach Jürgen Goldschmidt und überreichte dem Forster Grafiker die erste der insgesamt 500 hergestellten Medaillen aus Meissner Porzellan - die die Erinnerung an jene Medaillen während der 50-Jahrfeier und den großen Porzellanfreund und einstigen kurfürstlich-sächsischen und königlich-polnischen Premierminister Heinrich Graf von Brühl wach hält, der in Forst seine letzte Ruhe fand.

Mit dem Buch "Ostdeutscher Rosengarten - 100 Jahre Erinnerungen" hat der Freie Autorenverband ein Buch für die Forster und für ihre Gäste geschaffen, das auch im zweiten Jahrhundert des Ostdeutschen Rosengartens Bestand haben wird. Erhältlich ist es im Buchhandel der Region Forst und Cottbus zum Preis von neun Euro