Von Margit Jahn

Zum Gedenken an seinen Bruder Jimi, der am 10. Oktober 1992 verstorben ist, hat Musiker Brian Bossert wie in jedem Jahr ein Memorialkonzert im Forster Hof veranstaltet. In lockerer Atmosphäre lud er am Freitagabend in die Räume der ehemaligen Gaststätte, die gemütlich zur Loungebar umgestaltet wurden.

In den dicken schwarzen Sesseln konnten die Gäste einen interessanten musikalischen Abend erleben, denn Brian, der im März selbst sein 30. Bühnenjubiläum feierte, hatte sich wie sonst auch, Musikerfreunde eingeladen. „Sally“ – Sven Sonsalla und „Raschi“ – Thomas Raschack wechselten sich auf der kleinen Bühne mit Marv und Frank, wie auch Heike und Lutz von „Shawue“ ab.

Viele Leute denken an den Brunder

„Eine gemütliche Atmosphäre und einfach entspannt ist es hier zu spielen“ sagt Brian und auch, das die Zusammenarbeit mit dem Forster Hof seit vielen Jahren in diesem Haus einfach gut klappt. „Es ist schön, das sich heute so viele Leute zusammenfinden, und an meinen Bruder denken. Und natürlich für alle Leute, die Rock`n Roll mögen“ ergänzt der Musiker. „Wir halten zusammen und haben eine schöne Zeit“. Und das ist in der sich so schnell bewegenden Zeit nicht einfach. Brian und seine Freunde haben sich diese Eigenschaft gut bewahrt – zur Freude der Gäste, die sie schon seit vielen Jahren kennen und genau deshalb seinen Konzerteinladungen folgen.

Es gibt aber auch Leute, die Brian Bossert noch gar nicht so lange kennen. Cornel Schlenker aus Spremberg hat Brian das erste Mal im Spremberger „Dudelsack“ vor ein paar Jahren gehört. „Ich mag seine Musik und ihn als Mensch. Seine Art gefällt mir gut“ sagt der neue Fan. Im Hintergrund der kleinen Bühne lief  eine Bildershow mit alten Familienfotos und Fotos der letzten Gedenkkonzerte. Da steckt auch viel Trauer in einem Musikerherz, denn Musik verbindet auf der ganzen Welt. „Pack die Geige ein und komm nach Forst“- diese Aufforderung und Einladung erhielt Heike und Lutz von „Shawue“ – der Band, mit welcher Brian seit vielen Jahren befreundet ist. „Eigentlich wollten wir nur als Gäste kommen“ sagt Heike später. Dieser netten Aufforderung konnten sich die zwei Vollblutmusiker nicht entziehen. „Es macht immer Spaß mit Brian zusammen zu spielen und zu arbeiten“ sagt die sympathische Geigenspielerin. „Wenn wir drei zusammen sind, klappt die Kommunikation ohne zu reden. Wir sind auf einer Wellenlänge, was einfach nur schön ist“ ergänzt sie und die Augen strahlen dabei.

Wie eine richtige Familie

Sie kennen sich selbst seit etwa 25 Jahren und haben gemeinsam ihre Kinder aufwachsen sehen, welche ja teilweise selbst mit auf der Bühne gestanden haben, wie in einer richtigen Familie eben auch. Diese Erlebnisse verbinden und schweißen zusammen. Sie fasst es kurz und knapp zusammen: „Es ist eine wertvolle Freundschaft entstanden“. Sein erstes Lied ist traditionell. „He`s free“(A Tribute to Jimi), welches er am 26.4.1994 geschrieben hat. Lieder wie „Helpless“ oder „Dawn to the River“ folgen und die Gäste singen auch diese Lieder leise mit.