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| 01:39 Uhr

Ehemaliges Warmbad wird zum Moulin Rouge

Bekam viel Applaus: die Berliner Band „Franco Feel“.
Bekam viel Applaus: die Berliner Band „Franco Feel“. FOTO: aha1
Forst. Eine gehörige Brise von Savoir-vivre – der französischen Lebenskunst – hat am Freitagabend durch das Forster Kompetenzzentrum geweht. Sie war jedoch nicht dem lauen Frühlingswetter geschuldet. aha1

Mitgebracht hat sie die Gruppe "Franco Feel" aus Berlin, die mit ihrer Musik aus Anlass des Doppeljubiläums - 100 Jahre Forster Warmbad und zehn Jahre Kompetenzzentrum - gemeinsam mit der Vernissage des aus Cottbus stammenden Malers und Holzgestalters Chris Hinze eine Brücke in die 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts schlug. Damals, als Forst noch in voller Blüte stand und zu Recht den Beinamen "Deutsches Manchester" trug, als Luxus-Hotels und Kaufhäuser sowie gediegene gutbürgerliche Gastronomie das Stadtbild prägten. Für die französische Leichtigkeit und Esprit sorgte die Sängerin Anja Sonntag, die ihre Liebe zum französischen Chanson und Musette nicht verleugnet, sondern zum persönlichen Markenzeichen erklärte sowie die meisten der deutschen Texte verfasst hat. Obwohl die vier Instrumentalisten sich anfangs gänzlich anderen Musikrichtungen wie Tango, Jazz, Funk und Rock verschrieben hatten, sind inzwischen alle dem Französischen verfallen. "All das, was wir musikalisch mögen, spielen wir mit französischem Akzent", umriss Anja Sonntag das Credo der Band. Herausgekommen ist ein prickelnder Musikstil.

Den Besuchern gefiel es in jedem Fall. "Französische Melodien - mit deutschen Texten versehen, Kompositionen - teilweise vor 100 Jahren entstanden und trotzdem flott und modern", so Sybille Zibula aus Forst. Auch Doris Brieger war angetan: "Phantastisch - ich bin total begeistert - das war eine wundervolle Einstimmung auf das Wochenende - etwas für die Seele."