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Ehemaliges Jugendklubhaus nun im Fokus

Das ehemalige Jugendklubhaus in der Gubener Straße 10 in Forst muss auch saniert werden, die Kosten dafür sind noch unklar.
Das ehemalige Jugendklubhaus in der Gubener Straße 10 in Forst muss auch saniert werden, die Kosten dafür sind noch unklar. FOTO: Steffi Ludwig
Forst. Stadtverordnete entscheiden mehrheitlich, für das Haus weiter ein Konzept als Kinder- und Jugendeinrichtung zu erarbeiten. Steffi Ludwig

Die Forster Stadtverordneten haben auf ihrer jüngsten Sitzung mehrheitlich entschieden, das ehemalige Jugendklubhaus in der Gubener Straße als neuen Standort für Kinder- und Jugendfreizeitangebote weiterzuentwickeln. 17 Stadtverordnete votierten dafür, fünf dagegen, einer enthielt sich.

Kritik kam wie bereits im Kultur- und Hauptausschuss - wo die Ergebnisse jedoch einstimmig ausgefallen waren - vor allem aus den Reihen der Linken-Fraktion. Ein Antrag von Fraktionsvorsitzendem Ingo Paeschke, das Thema wieder in die Ausschüsse zurückzuverweisen, wurde jedoch mehrheitlich abgelehnt. Ingo Paeschke fragte, warum sich die Stadt jetzt nur auf ein Objekt konzentriere und nicht ein zweites mit einbeziehe. Darauf erwiderte Verwaltungsvorstand Sven Zuber, dass sechs Objekte verglichen worden waren und auch der Landkreis Spree-Neiße einbezogen wurde, dem das Gebäude der Musik- und Kunstschule gehöre. Nach einer Gesamtabwägung habe es die Entscheidung für die Gubener Straße gegeben. Nun solle das Konzept für das stadteigene Gebäude bis zum Jahresende weiterentwickelt werden, so Zuber. Ein neues Objekt für Kinder und Jugendliche in Forst war notwendig geworden, da die Sanierung des jetzigen Schülerfreizeitzentrums und auch des Begegnungszentrums Park 7 zu teuer werden würde.

Ob denn der Jugendbeirat einbezogen wurde, wollte Ingo Paeschke weiter wissen. Nach Auskunft von Sven Zuber sei dieser noch in der Findungsphase und werde erst bei der Ausgestaltung einbezogen. Weiterhin habe es noch keine Aussagen zum Denkmalschutz des ehemaligen Jugendklubhauses gegeben. Dazu sagte Zuber, dass auf Hinweis von Bauvorstand Heike Korittke Denkmalschutz vorliege.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Klaus-Dieter Stenzel sprach sich wiederholt für das Objekt in der Gubener Straße aus - der bauliche Zustand sei im Vergleich am besten. Er forderte jedoch, dem Flüchtlingsprojekt der BQS Döbern, das derzeit im Haus untergebracht ist, ein neues, geeignetes Objekt zur Verfügung zu stellen.