ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 12:16 Uhr

Tradition
Dubrau eröffnet Zampersaison in der Region

Gut gelaunt startete die bunte Schar der Dubrauer Zamperer am vergangenen Samtag in der Eichenallee.
Gut gelaunt startete die bunte Schar der Dubrauer Zamperer am vergangenen Samtag in der Eichenallee. FOTO: Angela Hanschke
Dubrau. Kreative Kostüme am Start: Von Hexe, Biene, Mexikaner und Schneemann bis zum Pandabär und der Smartphonhülle.

Dubrau hat traditionsgemäß in der Region die Zampersaison eröffnet. Die Ruhestandswelle der Kapellen hat die langjährig feststehenden Fastnachtstermine in den Dörfern durcheinandergewirbelt. Andrea Krause, Hauptorganisatorin der Fastnachtsgesellschaft, handelte deshalb bei den jungen Musikanten aus Neiße-Malxetal gleich den Termin für das kommende Jahr aus. Bei frühlingshaften Temperaturen heischten am Samstag 17 Zampernickel Eier, Speck und Bares ein. Darunter waren Hexen, Bienen, Mexikaner, Schneemänner, die Pandabär-Schwestern Dagmar und Conny, eine Smartphonhülle sowie ein schwarzes Schaf. Die Jüngsten waren die fünf Jahre alten Zwillinge Leni und Nils Apel. Alle gingen es geruhsam an, trafen sich „bei Uschi gleich neben der Feuerwehr“. Die ehemalige Dubrauer Postlerin ist die gute Seele der Dorffastnacht. Sie hatte die 70 Jahre alte Diensttasche ihrer Amtsvorgängerin Oma Kupke umgehängt und ein herzhaftes Frühstück bereitgestellt. Mit Wurststullen, Obst-Streusel-Kuchen sowie Pizza frisch aus dem Ofen. „Die Kerle sind zu faul, um mitzukommen“, kommentierte eine Dubrauerin gutgelaunt den Frauenüberschuss der Gruppe. Dirk Hollatz, Andreas Weigt und Christopher Schott mischten sich mutig darunter. Mehr als die Hälfte der Zampernickel sind „Neulinge“ im Ort.

„Dorf rauf, dann Dorf runter, anschließend in den Klinger- und den Gosdaer Weg“, wurde die rund sechs Kilometer lange Tour zu den 50 Grundstücken mit 115 Einwohnern und drei Verpflegungspunkten beschrieben. Bei Marcus Lorke, der mit Marion Rademacher auf dem großelterlichen Hof lebt, legten sie den ersten Halt ein. Ihr Nachbar Gerd Schneider vom Getränkestützpunkt wurde zum Tänzchen gebeten und spendable Autofahrer mit Gummibärchen und Plätzchen verwöhnt. „Mit dem Geld finanzieren wir auch unser Sommerfest, die Rentner- und die Kinderweihnachtsfeier und die Silvesterparty“, verkündeten die Teilnehmer. Am kommenden Samstag trifft sich das gesamte Dorf im Saal der Agrargenossenschaft Dubrau, um gemütlich beim Eieressen die Naturalien zu verzehren.

(aha)