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Dubiose Bande sammelt Unterschriften

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Forst/Cottbus. Das Thema schlägt seit Tagen Wellen in den Forster Facebook-Gruppen, auch an die RUNDSCHAU wandten sich Leser: In Forster Einkaufsmärkten wie Kaufland, Lidl oder Rewe seien südländisch aussehende, gepflegt wirkende Menschen unterwegs, die Unterschriften sammeln. Allerdings sprächen sie gebrochen Deutsch, und der Schriftsatz sei in ausländischer, nicht lesbarer Schrift verfasst. Steffi Ludwig

Das Auto der Männer habe ein französisches Kennzeichen, hieß es. Einige Märkte hätten den Betreffenden schon Hausverbot erteilt.

Doreen Urban, Inhaberin des Rewe-Marktes, kann dies bestätigen. Am Dienstag seien zwei Männer und eine Frau in ihrem Markt gewesen, der Sicherheitsdienst habe sie dann herausbefördert - allerdings hätten schon eine ganze Reihe Kunden unterschrieben und auch ihre Adressen angegeben. Die Daten aus der Überwachungsanlage habe sie der Polizei übermittelt, so Doreen Urban. Als die Verdächtigen am Mittwoch wiederkommen wollten, seien sie wieder weggeschickt worden.

Bei der Pressestelle der Polizei in Cottbus ist von den Forster Vorfällen nichts konkret bekannt. Laut Pressesprecherin Ines Filohn sei es vermutlich die gleiche rumänische Gruppe, die am Donnerstag in Cottbus aufgegriffen wurde. Denn auch deren Auto hatte ein französisches Kennzeichen. Sie wurden mit versuchten Spendenbetrugshandlungen auffällig. Die Polizei rät: "Spendensammlungen sind erlaubnispflichtig, wenn diese gemeinnützigen Zwecken dienen sollen. Deshalb verlangen Sie immer den Nachweis der Genehmigungsbehörde mit der entsprechenden Sammelliste." In die Wohnung lassen sollte man Fremde nur nach genauester Prüfung.