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| 20:00 Uhr

Forst
DRK schließt Küche und streicht Essen auf Rädern

Forst. Fremdanbieter übernimmt die Versorgung im Heim.

Der DRK-Kreisverband Forst Spree-Neiße schließt am 1. Juni die Küche im Seniorenwohnheim Rosengarten. Geschäftsführerin Regina Schneider lässt dies per Pressemitteilung mitteilen. Die Mitarbeiter wurden bei einer kurzfristig einberufenen Betriebsversammlung am Mittwoch informiert. Der Menü-Service und „Essen auf Rädern“ werden ebenfalls eingestellt.

Die Geschäftsführerin begründet die Schließung mit steigenden Personal- und Sachkosten, die das Betreiben einer eigenen Küche nicht mehr rentabel mache. Man wolle sich auf das Erbringen von Pflegeleistungen als Kernaufgabe konzentrieren. Bereits im Januar war Essensteilnehmern in verschiedenen Orten im Raum Döbern-Land gekündigt worden, weil das DRK gezwungen sei, wirtschaftlich zu arbeiten, wie es hieß. An Heimbewohner und Kunden in Forst wurden die höheren Kosten weitergegeben. Dies wolle man nun ändern und den Eigenanteil der Bewohner möglichst stabil halten, führt Schneider in der Mitteilung aus.

Für Betriebsrat und Küchenleiter Robert Otto kommt die Mitteilung überraschend. Laut Pressemitteilung will das DRK „den von der Schließung der Küche betroffenen Mitarbeitern eine andere Tätigkeit innerhalb des Kreisverbandes anbieten“. Dies betrifft laut Otto zwölf Angestellte in der Küche. Kontakt mit dem Betriebsrat zur Sozialauswahl der Mitarbeiter oder einen Sozialplan gebe es nicht gegeben. In der Betriebsversammlung wurden Gespräche mit den Mitarbeitern angekündigt. Ihnen soll Arbeit als Pflegehelfer angeboten werden, so Otto.

Ab Juni werde ein „Fremdanbieter aus der Region“ die Versorgung im DRK-Seniorenwohnheim und dem Betreuten Wohnen übernehmen, teilt die Geschäftsführung mit. Die Volkssolidarität Spree-Neiße habe sich bereit erklärt, die „Essen auf Rädern“-Kunden des DRK zu übernehmen. Wer der Fremdanbieter ist und warum der Betriebsrat bisher nicht in die Schließungspläne einbezogen wurde, dazu gab es vonseiten des DRK keine Auskunft. Geschäftsführerin Schneider war am Mittwoch für RUNDSCHAU-Nachfragen nicht erreichbar.