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| 13:36 Uhr

Forst
DRK-Beschäftigte demonstrieren in Forst

Während des vierstündigen Warnstreiks demonstrierten die Beschäftigten des DRK Kreisverbandes Forst Spree-Neiße durch die Innenstadt.
Während des vierstündigen Warnstreiks demonstrierten die Beschäftigten des DRK Kreisverbandes Forst Spree-Neiße durch die Innenstadt. FOTO: Katrin Kunipatz / LR
Forst. Gewerkschaft fordert Tarifvertrag. DRK bietet Mitarbeitern Prämie, wenn sie nicht am Warnstreik teilnehmen. Von Katrin Kunipatz

Trommelnd und pfeifend zogen am Mittwoch rund 80 Menschen durch die Forster Innenstadt. Die Demonstration ist Teil des dreistündigen Warnstreiks, zu dem die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) die 170 Beschäftigten des DRK Kreisverbands Forst Spree-Neiße aufgerufen hat. Unterstützung bekamen die DRK-Beschäftigten auch von einigen Stadtverordneten. Ingo Paeschke (Linke) und Klaus-Dieter Stenzel (SPD) liefen im Demonstrationszug mit.

Hintergrund des Warnstreiks ist die Forderung der DRK-Beschäftigten nach einem Tarifvertrag. Inhaltlich fordert die Verdi-Tarifkommission für die Forster DRK-Mitarbeiter Entgelthöhen, wie sie in Cottbus im Mai 2016 ausgehandelt wurden. Die Tarifverhandlungen kaum bisher kaum voran, so Ralf Franke, Verhandlungsführer bei Verdi. Im Sommer hatte die Gewerkschaft ihre Forderungen vorgelegt. Ein Gespräch Ende September blieb ohne Ergebnis. Nach dem Warnstreik Anfang November legt der DRK-Vorstand sein Angebot vor, dass Verdi als unzureichend ablehnte. Den Ende Dezember geplanten Verhandlungstermin sagte das DRK ab. Ein nächstes Treffen soll am 25. Januar stattfinden.

Im Vorfeld des Streiks sorgte ein Schreiben der DRK-Geschäftsführung für Verärgerung bei Verdi. Darin wurde Mitarbeitern, die trotz Streik arbeiten, eine Sonderzahlung von 100 Euro in Aussicht gestellt. Diese Streikbrecherprämie sei ein Angriff auf das im Grundgesetz verankerte Tarif- und Streikrecht, so Franke. Unabhängig davon hatten die Beschäftigten für die Zeit des Streiks einen Notdienst im Pflegeheim, dem ambulanten Dienst und der Demenzwohngemeinschaft organisiert.