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| 17:13 Uhr

Richtfest in Klein Jamno
Drei Nägel zum Richtfest

Die letzen Nägel schlagen Bürgermeisterin Simone Taubenek (r.) und Ortsvorsteher Bernd Simmank in den Dachstuhl des Dorfgemeinschaftshauses ein.
Die letzen Nägel schlagen Bürgermeisterin Simone Taubenek (r.) und Ortsvorsteher Bernd Simmank in den Dachstuhl des Dorfgemeinschaftshauses ein. FOTO: LR / Katrin Kunipatz
Klein Jamno. Heimatverein sucht Namen fürs Dorfgemeinschaftshaus. Der Einzug ist für Dezember geplant. Von Katrin Kunipatz

Weihnachten haben Ortsvorsteher Bernd Simmank und Bauverwaltungsvorstand Heike Korittke fest im Blick. Dann nämlich soll das Dorfgemeinschaftshaus in Klein Jamno fertig sein. Ein ehrgeiziges Ziel. Doch die Beteiligten sind überzeugt, es erreichen zu können.

Tatsächlich gehen die Bauarbeiten zügig und planmäßig voran. Nach dem Spatenstich im November folgte noch im Winter die Bodenplatte. Im Frühjahr wurden die Wände in die Höhe gemauert und die Zimmerleute konnten mit ihrer Arbeit beginnen. Das Richtfest am Montag dieser Woche markiert das Ende dieser Etappe. Bürgermeisterin Simone Taubenek, Ortsvorsteher Bernd Simmank und Simone Schökel vom Landesamt für ländliche Entwicklung ein schlugen die drei letzten symbolischen Nägel ein. Zuvor sprach Zimmerergeselle Robert Stein die traditionellen Segensworte für das Haus, die beteiligten Handwerker und die künftigen Nutzer.

Spätestens im Oktober hofft der Ortsvorsteher, die Einweihung des Hauses feiern zu können. Bis dahin muss das Dach gedeckt und der Innenausbau abgeschlossen sein. Wie Heike Korittke erläutert, wird das gesamte Gebäude barrierefrei errichtet. Der Mehrzweckraum soll für Sitzungen des Ortsbeirats, Einwohnerversammlungen und den monatlichen Spieleabend genutzt werden. Die Fastnachtsfrauen und vielleicht eine noch zu gründende Jugendgruppe sollen ebenfalls unterkommen, so Simmank. Gesucht werde noch nach einem passenden Namen für das Dorfgemeinschaftshaus, so Rüdiger Noack vom Heimatverein Klein Jamno. Die beste Idee soll am Samstagabend beim Schützenball prämiert werden.

Nach dem Richtfest legten sich die beiden Zimmerer der Chemnitzer Handwerksfirma am Montag wieder ins Zeug. Selbst wenn der Dachstuhl fertig ist, gibt es für sie auf dem Dorfanger in Klein Jamno noch zu tun. Das ehemalige Feuerwehrgerätehaus mit dem typischen Schlauchturm wird im Rahmen der Baumaßnahme ebenfalls saniert. In den nächsten Tagen bringen sie die Bretter der neuen Holzverschalung an. Am Feuerwehrhaus sollten eigentlich nur der Sockel saniert und die Fugen erneuert werden. Jedoch stellte sich im Verlauf der Arbeit heraus, dass der Dachstuhl hinüber sei, so Korittke. Geplant war eigentlich nur, das Dach neu zu decken. Im Moment seien 265 000 Euro für Neubau und Feuerwehrsanierung geplant. Der neue Dachstuhl für die Feuerwehr muss jetzt nachträglich ins Gesamtprojekt eingearbeitet werden.

Simone Schökel vom Landesamt für ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung weist daraufhin, dass drei Viertel der Kosten über das Leader-Programm mit EU-Geldern gefördert werden. Für die Stadt Forst verbleibt ein Eigenanteil von etwa 66 000 Euro. Außerdem beteilige sich die Dorfgemeinschaft Klein Jamno mit Eigenleistungen wie Malern und Tapezieren, erklärt Bernd Simmank. Die Zeit dafür kommt im Herbst. Im Moment konzentrieren sich die Klein Jamnoer auf die Vorbereitung ihres traditionellen Schützenfestes. „Zum letzten Mal wird dieses Jahr dafür ein Festzelt aufgestellt“, sagt Rüdiger Noack vom Heimatverein. Im nächsten Jahr will man im Dorfgemeinschaftshaus feiern.