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| 14:29 Uhr

Kommunalwahl
Drei Kandidaten für Döberner Bürgermeister-Posten

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Logo Wahlen 2019 FOTO: LR / Janetzko, Katrin
Döbern. Die RUNDSCHAU hat die Bewerber nach ihren wichtigsten Vorhaben befragt – zwei von ihnen haben geantwortet.

In der Stadt Döbern wird am Sonntag ein neuer Bürgermeister gewählt. Neben Amtsinhaber Jörg Rakete (SPD), 44 Jahre alt, derzeit als Wahlkreismitarbeiter tätig, gibt es zwei weitere Bewerber: Roy Hoffmann (parteilos) ist 44 Jahre alt, gelernter Bankkaufmann und arbeitet derzeit als selbständiger Musiklehrer. Außerdem Detlef Fabian (AfD), Jahrgang 1965, laut Wahlbekanntmachung Betriebshandwerker.

Die RUNDSCHAU hat die Bewerber nach ihren wichtigsten Vorhaben gefragt und sie um einen Ausblick gebeten, wie Döbern in fünf Jahren aussehen wird. Allerdings haben sich nur Jörg Rakete und Roy Hoffmann geäußert.

 Jörg Rakete will Bürgermeister von Döbern bleiben.
Jörg Rakete will Bürgermeister von Döbern bleiben. FOTO: Jörg Rakete

 Roy Hoffmann will Bürgermeister von Döbern werden.
Roy Hoffmann will Bürgermeister von Döbern werden. FOTO: Roy Hoffmann

Warum sollten die Döberner Sie wählen?

Jörg Rakete: „Meine Kandidatur für das Amt der Döberner Bürgermeisters ist ein Angebot an die Bürger der Stadt. Ganz viele Döberner wissen, dass mir die vielen Vereine und Einrichtungen am Herzen liegen. Ich weiß, welche Kraft Ehrenämter beanspruchen und dass es niemanden weiterhilft, einfach nur „Ehrenamt stärken“ auf die Wahlwerbung zu drucken. Als Bürgermeister werde ich weiterhin wie bisher die Interessen der Ehrenamtlichen mit Wort und Tat vertreten und bei Veranstaltungen vor Ort sein – egal ob in Schule, Vereinen, Seniorenbeirat oder der Freiwilligen Feuerwehr. Das sind nämlich die Gelegenheiten, um ungeschminkt zu erfahren, was in der Stadt gut läuft oder eben nicht. Diese Gespräche sind immens wichtig, um anstehende Entscheidungen verantwortungsvoll treffen zu können. Das Amt des Bürgermeisters oder auch eines Stadtverordneten bedeutet mehr, als nur Sitzungen zu besuchen und dort die Hand zu heben.“

Roy Hoffmann: „Weil ich, so wie es sich für dieses Amt verstehen sollte, fernab von parteipolitischen und anderen Interessenlagen zum Wohl der Stadt und somit zum Gemeinwohl agieren werde. Die Menschen, die mich kennen, wissen, dass ich für Authentizität und Geradlinigkeit stehe, über Wertvorstellungen verfüge und Dinge, die mir wichtig sind, mit sehr viel Hingabe verfolge. Mein Ziel ist es, die Einwohner Döberns zusammenzuführen, um somit Einigkeit herzustellen, die für die Entwicklung der Stadt dringend notwendig ist.“

Was wäre das erste Projekt, das Sie nach Ihrer Wahl in Angriff nehmen würden?

Jörg Rakete: „Die Projekte in der Stadt kennen keine Wahltermine. Die wichtigste Aufgabe des Bürgermeisters der kommenden Jahre wird die Begleitung des Neubaus des Grundschulteils des Döberner Schulzentrums sein. Die ersten Pflöcke sind bereits eingeschlagen, wichtige Grundsatzentscheidungen schon getroffen. Hier geht es kommunalpolitisch darum, weiter verlässlich mit den anderen Gemeinden des Amtes an einem Strang zu ziehen, um den Schulstandort zu stärken und langfristig zu sichern. Für den Schulstandort Döbern geht es nämlich um zwei Dinge. Erstens um bedeutend bessere räumliche Lernbedingungen für die Grundschüler aus Döbern und Umgebung. Und zweitens um die langfristige Sicherung der weiterführenden Schule bis Klassenstufe 10 – das funktioniert am besten mit dem Schulzentrum, an welchem schon Schüler aus dem Grundschulbereich und deren Eltern die Abläufe in den weiterführenden Klassenstufen kennenlernen können. Ich freue mich, dass ich bei diesem Projekt von Anfang an mitwirken durfte und möchte es als Bürgermeister gern mit zum Abschluss bringen.“

Roy Hoffmann: „Zunächst einmal werde ich mir über die Finanzen der Stadt einen genauen Überblick verschaffen, um künftig gemeinsam mit den neuen Stadtverordneten kluge Entscheidungen treffen zu können, die eine Verschärfung der Finanzprobleme ausschließen und im Gegenteil dazu auf die Rückführung bestehender Schulden gerichtet sind. Sobald diese Basis geschaffen ist, werde ich meine Zeit darauf verwenden, das gesellschaftliche insbesondere kulturelle Leben in unserer Stadt im Dialog mit den Döberner Bürgern voranzubringen und dabei die Vereinsarbeit und soziale Initiativen in den Fokus rücken.

Was würde sich nach Ihrer Amtszeit in Döbern geändert haben?

Jörg Rakete: „Döbern ist in fünf Jahren eine noch schönere Stadt, in der junge und alte Menschen gerne leben. Kita und Schule bilden in guter Nachbarschaft ein aktives Bildungszentrum in Döbern. Der Nahverkehr funktioniert noch besser als er es heute schon tut, ideal wären feste Linien auch am Wochenende. Wer von außerhalb mit Auto, Bus oder Fahrrad nach Döbern kommt, wird die alten Industriebrachen nicht mehr erblicken. Das Land Brandenburg wird eine Einsicht gehabt haben und nicht nur die großen Städte zumindest teilweise entschuldet haben, sondern genauso die kleineren Städte und Gemeinden. Die Gestaltungsspielräume für Döbern sind wieder etwas größer, sodass bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung 2024 mehr Bürger als Kandidaten zur Verfügung stehen als bei dieser Wahl. Ich weiß, einiges wird realisiert werden, einiges ist vielleicht noch Wunschdenken. In meinen bisherigen Jahren als Bürgermeister habe ich gelernt: Vieles ist erreichbar, wenn man beharrlich an den Aufgaben arbeitet und sich von Widerständen nicht abschrecken lässt.“

Roy Hoffmann: „Die Identifikation jedes einzelnen Bürgers mit der Stadt, ihren Einrichtungen und Initiativen. Zudem wäre die Verwaltung strukturell und organisatorisch mit positiver Wirkung auf die Finanzsituation neu ausgerichtet.“