Die Stadt Drebkau befindet sich mit ihrem Ortsteil Domsdorf und dem Gemeindeteil Steinitz im Randbereich des Tagebaus Welzow-Süd. Auch in den kommenden fünf Jahren wird die Entwicklung der Tagebaukippe die Ortslage Steinitz tangieren. Aus diesem Grund hat das Bergbauunternehmen der Stadt eine Kooperationsvereinbarung für die Jahre 2014 bis 2018 angeboten, um Belastungen und Beeinträchtigungen durch die Bergbautätigkeit zu mildern und die Lebensqualität der betroffenen Bürger zu steigern. Die Stadt Drebkau soll finanzielle Zuwendungen für den Erhalt der gemeindlichen Infrastruktur, den Bergbautourismus und für die Vereins- und Öffentlichkeitsarbeit erhalten.

Wie groß diese Zuwendungen insgesamt ausfallen werden, ist in der Kooperationsvereinbarung nicht festgeschrieben. Die Unterstützung durch Vattenfall soll in Jahresplanungen zwischen den Vertragspartnern abgestimmt werden. Für einzelne Maßnahmen soll es aber auch kurzfristig Zuwendungen geben. Laut Kooperationsvertrag liegt der Schwerpunkt der Zusammenarbeit auf Projekten, die Steinitz, seine Infrastruktur, seine touristische Entwicklung sowie die Kultur- und Vereinsförderung betreffen.

Im Anhang zur Kooperationsvereinbarung hat die Stadtverwaltung mögliche Projekte aufgelistet. Unter dem Punkt "Infrastruktur" wird zum Beispiel die Sanierung der Fassade der Kita "Villa Kunterbunt" im Ortsteil Drebkau aufgeführt. Unter dem Stichwort "Bergbautourismus" werden unter anderem die Unterstützung beim Betrieb des Steinitzhofs und der Aussichtsplattform Steinitzer Treppe oder "vorbereitende Maßnahmen zur Herstellung der Begehbarkeit der Steinitzer Kirche" genannt. Für letztgenanntes Projekt hat Vattenfall schon eine Zuwendung in Höhe von 30 000 Euro zugesagt. Im Rahmen der Vereins- und Öffentlichkeitsarbeit soll Vattenfall zum Beispiel das Brunnenfest, den Drebkauer Kreisel und den Bergmannstag unterstützen.