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| 10:01 Uhr

Drainage – damit Penny nicht absäuft

Döbern. Die Stadtverordnetenversammlung Döbern hat den Bau einer Drainageleitung im Bereich des Penny-Marktes zugestimmt. Die Kosten dafür können nach Angaben der Amtsverwaltung bis zu 90 000 Euro betragen. Neben der Finanzierung ist aber auch die technische Lösung noch nicht zu Ende gedacht. Die Drainage ist erforderlich, weil sich etwa 50 Meter hinter dem Penny-Markt ein Grubenteich befindet. Das gesamte Gelände ist sumpfig. Von Jürgen Scholz und Angela Hanschke

Nach Angaben der Amtsverwaltung ist weder die Finanzierung geklärt, noch ist abgestimmt, ob sich der Landesbetrieb im Zusammenhang mit dem Ausbau der Bundesstraße 115 an den Kosten für die Entwässerung beteiligt. Auch sei noch offen, welche technische Lösung man umsetzen werde, so Cornelia Beyer vom Bauamt in Döbern. Man versuche einfach, einen punktuellen Abfluss zu finden. Das Problem liegt offenbar am ehemaligen Malxe-Quellgebiet im Bereich des Teiches oberhalb des Marktgeländes. Der Geschäftskomplex ist in einem sumpfigen Gebiet gebaut worden. Vor 15 Jahren sei damals Torf gegen Kies ausgetauscht worden, erinnerte Bauamts-Mitarbeiterin Cornelia Beyer an die damaligen Bauarbeiten, in deren Zuge der gesamte Bau auch "gedreht" werden musste, wie Bürgermeister Eberhard Koch (FDP) ergänzte: "Alle haben es gewusst, aber haben den Investor in die Falle tappen lassen." Angst vor Wasser auf Bundesstraße Bisher hat offenbar die desolate Mischwasserleitung in der Forster Straße eine Drainagewirkung gehabt, schätzte das Bauamt in Döbern ein. Da mit dem Straßenbau auch ein neues Kanalrohr verlegt wird, besteht nun offenbar die Befürchtung, dass sich das Wasser wieder oberhalb der Bundesstraße stauen könnte. Bei den Straßenbauarbeiten waren einige ehemalige Bauwerke gefunden worden, die möglicherweise früher der Entwässerung des Bereiches gedient haben. Während sich Bürgermeister Eberhard Koch (FDP) für die "Vorsichtsmaßnahme" aussprach, hätte Norbert Elsner (CDU) lieber erst einen Sachverständigen hinzugezogen, um zu klären, woher das Wasser kommt und wie es am besten abgeleitet werden könnte. Immerhin handele es sich um fast 100 000 Euro, die man ausgeben wolle. Zehn Stadtverordnete stimmten dem Bau einer Drainageleitung zu, drei enthielten sich ihrer Stimme. Erste Grube bereits 1864 Entwässerungsgräben in der Nähe des Penny-Standortes dienen zur Abführung des Wassers, das aus dem dahinter liegenden Grubenteich, der ehemaligen "Grube Providentia", zum tiefergelegegenen Standort von Penny gelangte. Die Providentia ging ungefähr 1933 in Konkurs. Seit 1950 wurde sie unter dem Namen "Grube Friedrich" betrieben, den Namen Providentia hatte sie seit 1864 geführt. Das unmittelbar hinter Penny liegende Gelände ist noch immer feucht. Der Grubenteich liegt nur etwa 50 Meter entfernt.