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| 13:11 Uhr

Ungewöhnliche Veranstaltung
Sommer, Sonne, Karneval in Döbern

Die Tänzerinnen von „Dynamite of Dance“ heizten dem Publikum ordentlich ein.
Die Tänzerinnen von „Dynamite of Dance“ heizten dem Publikum ordentlich ein. FOTO: Margit Jahn
Döbern. Der Döberner Karnevals Club richtete am Sonnabend das inzwischen 9. Sommerfest aus und zeigte wieder Ausschnitte aus seinem Programm. Von Margit Jahn

Familiär ging es am Sonnabend in Döbern zu, so wie all die Jahre zuvor, wenn der Döberner Karnevals Club (DKC) zum Sommerfest am dritten Augustwochenende einlädt. Direkt auf dem Feuerwehrgelände wurde ein großes Festzelt mit Bühne aufgebaut.

Der Nachmittag gehörte den kleinen Döbernern. Sie konnten auf Ponys reiten, am Glücksspiel mit vielen Preisen teilnehmen, sich auf der Hüpfburg austoben oder bei der Märchenstunde im großen Tipi dabei sein. Die kleine Elli Krause hat von all dem auch reichlich Gebrauch gemacht. Hübsch geschminkt genoss sie eine Zuckerwatte und ließ sich an einem Stand ihre Haare flechten. Papa Dirk Krause hatte es mit seiner Familie, den beiden Kindern, zum Festplatz gezogen. Er war begeistert: „Das Wetter spielt mit.“ Mutti Linda Krause ergänzt: „Die Leute sind gut gelaunt. Schön ist, dass Ellis Freunde aus dem Kindergarten auch da sind. Die Tanzmäuse haben so schön getanzt.“ Linda Krause war voll des Lobes über die hervorragende Organisation, besonders für die Kleinen am Nachmittag. Aber nicht nur die Aktionen findet die junge Familie toll. Dirk Krause hat es der leckere Schokoladenkuchen angetan. Alle Kuchen sind zum Fest von den Vereinsmitgliedern gebacken worden, so Karnevalpräsident Wieland Wagner. Fleißige Helfer hat der stets lächelnde Präsident um sich geschart, um den Döbernern für das nicht mehr stattfindende Stadtfest einen schönen Ausgleich zu schaffen.

Hugo mit seiner Erna auf der Bühne. Diesmal blätterte Erna in einem Modekatalog.
Hugo mit seiner Erna auf der Bühne. Diesmal blätterte Erna in einem Modekatalog. FOTO: Margit Jahn

Und wenn man schon mal so tolle Programme macht wie der DKC, gibt er sich auch im Sommer die Gelegenheit, sich mit Programmausschnitten der aktuellen Saison  zu präsentieren. Das Publikum nahm es jedenfalls mit viel Applaus für die Darsteller dankend an.

44 Jahre gibt es den Döberner Karnevalsverein inzwischen, und in diesem Jahr war er auch Ausrichter der Karnevalswerkstatt des Karnevalverbundes Lausitz. Jeweils nach Rosenmontag obliegt es einem Verein, das große Treffen mit 33 Vereinen zu organisieren. Seit 22 Jahren existiert es und zieht auch viel Politprominenz aus nah und fern an, erzählt Wieland Wagner. Es gelte mit dem Einmarsch der Prinzenpaare und der Kappenabnahme sowie der nächtlichen Einholung der Fahne und Übergabe an den neuen Ausrichter als Abschluss der Karnevalssaison. Wagner nennt Sandra Richter, Christin Dräger und Annika Grothe stellvertretend für die vielen unermüdlichen Helfer, ohne die solche Veranstaltungen gar nicht möglich wären. „Wir haben uns sehr gut darauf vorbereitet. Es hat allen gefallen.“ 650 Gäste galt es, mit der entsprechenden Logistik zu unterhalten. Auch hier wurde die Essenversorgung vom Verein gestemmt.

Der Präsident, der im wahren Leben Revierleiter Döbern der Oberförsterei Drebkau ist, freute sich auch, an diesem Sonnabend den vielen Einschulungskindern ein schönes Kinderprogramm bieten zu können.

Der Abend gehörte den Erwachsenen. Wie eh und je, spielte er als Hugo mit seiner Erna auf der Bühne einen kleinen Sketch. Diesmal blättert seine Erna in einem Modekatalog, und passend dazu kommen die Models der City Moden aus Peitz auf die Bühne. Natürlich geht das nicht ohne Dispute zwischen den beiden „Eheleuten“ ab. Für langanhaltende Beifallstürme tanzen sich die Mädels von „Dynamite of Dance“ bei Ausschnitten ihres Programms die Seele aus dem Leib.

Danach konnten die Zuschauer das Tanzbein schwingen. Zudem wurden die Pausen genutzt, um das 40-Kilo-Wildschwein als Backschwein zu verkosten. Ein rundum gelungenes Fest mit kleinen Feuerwerk hat der Döberner Verein wieder zur schönsten Sommerzeit auf die Bühne gestellt. Ansporn und Ziel laut Wagner ist es, das Niveau zu halten. „Man kann sich nicht immer steigern“, sagt er.

„Einmal Prinzessin sein“ stand auf einem Flyer. Wer Lust auf dieses Abenteuer hat, kann sich gern an Wieland Wagner oder Irena Wieland vom Verein wenden. Auf dass das fröhliche „Helau“ auch weiterhin in Döbern erschallt.