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| 19:41 Uhr

Döbern-Land
Döberner fragen kritisch zum vorgesehenen Schulstandort

Auf diesem Grundstück an der Ringstraße in Döbern soll die neue Grundschule des Döberner Schulzentrums entstehen.
Auf diesem Grundstück an der Ringstraße in Döbern soll die neue Grundschule des Döberner Schulzentrums entstehen. FOTO: LR / Katrin Kunipatz
Döbern. Planer stellt aktuellen Stand der Vorbereitungen vor. Von Katrin Kunipatz

Schon in drei Jahren soll das neue Gebäude der Grundschule für das Schulzentrum Döbern fertig sein. Dieser Termindruck veranlasse die Amtsverwaltung, die Verfahren für den Bebauungsplan (B-Plan) und den Bauantrag parallel durchzuführen, erläutert Baufachbereichsleiter Uwe Eppinger. Er bestätigt, dass es seit dem vergangenen Jahr die mündliche Zusage des Bildungsministeriums gibt, für den Grundschulneubau Fördermittel aus dem Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) zu erhalten. Der Antrag sei gestellt, so Eppinger müsse aber noch mit Plänen qualifiziert werden. Am Montag dieser Woche beauftragte der Amtsausschuss Döbern-Land den Planer.

Am Dienstag stellte Frank Krone vom Planungsbüro MKS aus Spremberg im Bauausschuss der Stadt Döbern den Vorentwurf für den B-Plan des Geländes vor. Bisher ist die Fläche östlich der Ringstraße als Außenbereich eingeordnet. Um Baurecht zu schaffen, muss der Flächennutzungsplan der Stadt Döbern geändert und in einem B-Plan definiert werden, was gebaut werden darf. Wie Frank Krone erklärt, sehe der B-Plan drei verschiedene Bereiche vor: die Fläche des Gemeinbedarfs für die Schule einschließlich Pausenhof und Spielplatz, eine Verkehrsfläche für die Buswendeschleife sowie eine öffentliche Grünfläche. Darauf sei es möglich einen Schulgarten anzuordnen, so Krone.

Die Nachfragen der Döberner Stadtverordneten drehen sich um die Grünflächen, die die vorhandenen Gräben einschließen. Zum Schutz der Kinder sei es möglich, Zäune, Brücken und Stege anzulegen, so der Planer. „Für die Pflege der Gräben bleibt weiterhin der Gewässerverband Spree-Neiße verantwortlich“, erläutert Krone. Norbert Elsner (CDU) möchte wissen, ob für die Eingriffe in die vorhandene Strukur eine Umweltverträglichkeitsprüfung nötig sei. „Nein“, lautet die Antwort. Die Flächen seien zu klein. Aber im Rahmen des B-Plan-Verfahrens würden ein Umweltbericht sowie ein Eingriffs- und Ausgleichsplan erstellt, so Frank Krone. Letztere beschreibt, wo Bäume und Sträucher gepflanzt werden und ein Ausgleich für die versiegelte Fläche entstehen.

Die Ausschussvorsitzende Yvonne Fischer (CDU) stellte deutlich ihre Ablehnung des Grundschulneubaus neben der Oberschule heraus. Sie beruft sich auf Experten, die bei der Erarbeitung des Flächennutzungsplans in den 90er-Jahren davon abgeraten hatten, diese jetzt für den Schulbau vorgesehene Fläche zu bebauen. Zu den möglichen Auswirkungen konnte Planer Frank Krone keine Auskünfte geben. Das Verfahren sei noch am Anfang und die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange erfolge im nächsten Schritt. Sigrun Kniewel, stellvertretende Fachbereichsleiterin Bauen in der Amtsverwaltung bestätigte dies. Auch ein Umweltbericht werde noch angefertigt.

Im August, zur nächsten Sitzung des Bauausschusses, soll es bereits weitere Informationen und Hinweise der zu beteiligenden Behörden geben.

Frank Krone vom Spremberger Büro MKS stellt im Bauausschuss der Stadt  Döbern den Bebauungsplan für den Standort der neuen Grundschule in Döbern vor.
Frank Krone vom Spremberger Büro MKS stellt im Bauausschuss der Stadt Döbern den Bebauungsplan für den Standort der neuen Grundschule in Döbern vor. FOTO: LR / Katrin Kunipatz