Die Amtsverwaltung schlug am Montag im Bauauschuss vor, zunächst mit einer provisorischen Drainage beim Gehwegbau an der Bundesstraße für einen Wasserabfluss zu sorgen. Gleichzeitig soll beim Landkreis Spree-Neiße ein Fördermittelantrag für ein hydrologisches Gutachten eingereicht werden. Denn noch immer besteht Unklarheit, inwiefern der höher gelegene Teich der ehemaligen Grube Providentia ( „GST-Teich“ ), der gleichzeitig Quellgebiet der Malxe ist, in Richtung Forster Straße durchsickert.

Folgen weiter unklar
Alte Rohre unter der Straße am Parkplatz des ehemaligen Penny-Marktes hatten die Aufmerksamkeit auf das Problem gelenkt (die RUNDSCHAU berichtete). Immer noch unklar ist offenbar, wo und in welchem Umfang Wasser durchsickert und welche Folgen es für Straße und Häuser haben könnte. In diesem Zusammenhang wurde in dem Ausschuss auch die Frage nach der Bewirtschaftung des Wehres aufgebracht, das den Wasserablauf reguliert. „Wenn angestaut wurde, wurden auch die Keller feucht“ , erklärte Lutz Franke (SPD) im Hinblick auf Häuser an der Forster Straße in diesem Bereich. In einem kommunalen Gebäude habe sich der Fußboden um zehn Zentimeter gesenkt, erklärten Bürgermeister Eberhard Koch (FDP) und Yvonne Fischer (CDU), die für das Wohnunsverwaltungsunternehmen tätig ist, übereinstimmend.

Zuständigkeit in Frage gestellt
Zuvor hatte sich für Rüdiger Deutsch (CDU) die Frage gestellt, ob die Auswirkungen eines ehemaligen Bergbaubereiches auf eine neue Bundesstraße Angelegenheit der Stadt Döbern sei. Er sehe den Landesbetrieb für Straßenbau und das Bergamt in der Pflicht. Zumindest das Bergamt habe bisher nicht einmal auf ein Schreiben des Amtes Döbern-Land reagiert, hatte Sigrun Kniewel vom Bauamt erklärt.
Selbst wenn von der Stadt eine provisorische Drainage für geschätzte 40 000 Euro angelegt würde, muss das nicht die endgültige Lösung sein. Falls das hydroligische Gutachten 2006 vom Kreis gefördert würde, könnte frühestens 2007 oder 2008 eine endgültige Lösung gebaut werden - und deren Kosten wurden zuletzt auf 90 000 Euro geschätzt.
Die Amtsverwaltung solle dem Straßenbaubetrieb und dem Bergamt ihre Bedenken mitteilen, dann „haben wir den Schwarzen Peter verteilt“ , meinte Arno Asmus (SPD) als sachkundiger Bürger im Ausschuss. „Wir reden hier wie die Blinden von der Farbe“ , kommentierte er die Überlegungen innerhalb des Ausschusses über hydrologische Zusammenhänge. (js)