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| 15:09 Uhr

Wechsel an der Spitze des Amtsausschusses Döbern-Land
Letzter Auftritt ohne Wehmut

 Egbert S. Piosik wird am Montag zum letzten Mal den Amtsausschuss Döbern-Land leiten.
Egbert S. Piosik wird am Montag zum letzten Mal den Amtsausschuss Döbern-Land leiten. FOTO: Sven Hering
Döbern. Egbert S. Piosik gibt am Montag seinen Abschied als Chef des Döberner Amtsausschusses. Doch der Kommunalpolitik wird er trotzdem treu bleiben. Von Sven Hering

Wenn am Montag der Amtsausschuss Döbern-Land zu seiner konstituierenden Sitzung zusammenkommt (8. Juli, 19 Uhr, Schulungsraum Feuerwehrgerätehaus Döbern), dann ist das nicht nur ein Neubeginn, sondern es gibt auch einen Abschied. Egbert S. Piosik wird die Sitzung zum letzten Mal eröffnen, ehe das Gremium dann aus seinen Reihen den neuen Ausschusschef wählen wird. Piosik, soviel steht fest, wird es nicht mehr sein. Er hatte bei der jüngsten Bürgermeisterwahl in Wiesengrund gegen seinen Herausforderer Norman Schlüter verloren. Damit gehört er auch nicht mehr dem neuen Amtsausschuss an.

„Machen Sie bloß keine große Geschichte darum, das ist ein ganz normaler Vorgang“, sagte er in dieser Woche am RUNDSCHAU-Telefon. Politik lebe von Veränderungen. 14 Jahre habe er als Amtsausschuss-Chef fungiert, 24 Jahre gar als Bürgermeister – da sei es nicht ungewöhnlich, die Geschicke in andere Hände zu übergeben. „Wehmut verspüre ich jedenfalls nicht“, so Piosik, der gerade in den letzten Monaten als Vorsitzender des Amtsausschusses sehr turbulente Zeiten erlebte. Die Wahl der neuen Amtsdirektorin war von einigen juristischen Spitzfindigkeiten begleitet. Doch Piosik meisterte diese Unwägbarkeiten mit Unterstützung der Verwaltung – und durfte dann als eine seiner letzten Amtshandlungen der neuen Verwaltungschefin für Döbern-Land, Anja Redlow, die Ernennungsurkunde überreichen.

Kommunalpolitisch wird Piosik – Jahrgang 1960 – also jetzt etwas kürzer treten. Doch ganz ohne wird es auch künftig nicht gehen. So hat er seinen Sitz im Kreistag Spree-Neiße behauptet. Dort wird er als Fraktionschef die Freien Bürger anführen. „Über Langeweile“, so sagt er, „werde ich mich also auch künftig mit Sicherheit nicht beklagen können.“