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| 15:19 Uhr

Schwierige Suche nach einem Verwaltungschef
Neuer Amtsdirektor: Döbern nimmt wieder Anlauf

 Gibt es bald wieder einen Amtsdirektor in Döbern?
Gibt es bald wieder einen Amtsdirektor in Döbern? FOTO: rene Wappler
Döbern. Eigens für die Wahl eines neuen Amtsdirektors hat sich in Döbern-Land ein Ausschuss gebildet. Dieser will nun am Dienstag die eingegangenen Bewerbungen sichten. Dann soll es möglichst bald eine Entscheidung über den neuen Chef der Verwaltung geben. Von Sven Hering

Nach zwei vergeblichen Versuchen im vergangenen Jahr, die vakante Stelle des Amtsdirektors für Döbern-Land zu besetzen, gibt es jetzt einen neuen Anlauf. So kommt am Dienstag in nicht öffentlicher Sitzung der eigens zu diesem Zweck gebildete Ausschuss zur Wahl des Amtsdirektors im Döberner Rathaus zusammen. Dabei sollen die eingegangenen Bewerbungen gesichtet und der weitere Verfahrensweg festgelegt werden.

Der amtierende Amtsdirektor Sören Reichelt erklärt: „Die Bewerbungen werden gesichtet und protokolliert.“ Anschließend überprüfe die Verwaltung, ob die Bewerber die Voraussetzungen für diesen Posten rein formal erfüllen. Am 9. April wird dann der Ausschuss erneut zusammenkommen, um eine Vorauswahl zu treffen.

Der Amtsdirektor wird vom Amtsausschuss für die Dauer von acht Jahren in ein Beamtenverhältnis auf Zeit gewählt. Die Bewerber müssen mindestens die Befähigung zum gehobenen allgemeinen Verwaltungs- oder Justizdienst oder eine vergleichbare Qualifikation nachweisen können.

Im vergangenen Jahr waren zwei Versuche, die vakante Stelle zu besetzen, ohne Erfolg geblieben. So fiel im Februar der einzige Kandidat durch. Er hatte zwar von fünf Bewerbern als einziger die gesetzlichen Mindestanforderungen erfüllt, war dann aber der entscheidenden Sitzung des Amtsausschusses wegen einer Fortbildung fern geblieben und hatte bei der Wahl deshalb ausschließlich Nein-Stimmen erhalten.

Im Oktober war ein Verwaltungswirt, der in der Stadtverwaltung Ludwigshafen tätig war, mit sieben Ja- und zehn Nein-Stimmen gescheitert. Sören Reichelt hatte sich ein anderes Ergebnis gewünscht: „Wir sind schon enttäuscht, dass der Kandidat nicht gewählt wurde. Nach unserer Einschätzung wäre er geeignet gewesen“, sagte er nach der Wahl.