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Veranstaltung
Karnevalisten laden zur 44. Saison Ehemalige ein

Legendär waren die Fußballer der BSG Chemie. Sie absolvierten als Männerballett viele Jahre den Abschlusstanz.
Legendär waren die Fußballer der BSG Chemie. Sie absolvierten als Männerballett viele Jahre den Abschlusstanz. FOTO: zvg / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Döbern. Anlässlich der 44. Karnevalssaison steigt am 18. November im Deutschen Haus in Döbern eine große Festveranstaltung.

Laut wird am 11. November der Schlachtruf „Kille-Kille-Hellau“ durch Döbern schallen. Dann nämlich startet der Döberner Karnevalsclub in seine 44. Saison. Ein Jubiläum, das die heute aktiven Vereinsmitglieder mit allen Ehemaligen feiern wollen. „Wir laden alle früheren Mitglieder, ehemalige Prinzenpaare, Tänzerinnen und Fußballer ein, die in den über 40 Jahren auf oder hinter der Bühne im Verein etwas geleistet haben“, sagt Präsident Wieland Wagner. Er leitet den Verein seit sechs Jahren und kennt viele Anekdoten aus der Anfangszeit nur aus Erzählungen.

Selbst Irena Wieland, die sich als Mädchen für alles auch um die Kostüme für das Prinzenpaar kümmert, kennt viele der früheren Karnevalisten nicht mehr. Sie hat aber bereits mit einigen gesprochen. Beispielsweise wollen sich die Fußballer, die vor über zehn Jahren als Männerballett aufgetreten sind – wie es über viele Jahre Tradition war – noch einmal für einen Auftritt zusammentun. Der Karnevalsverein Döbern hat extra für das Jubiläum am 11. und 18. November ein besonderes Programm auf die Beine gestellt. „Wir haben die besten Stücke aus älteren Veranstaltungen herausgesucht“, sagt Wieland Wagner. „Zwar hat sich der Humor geändert, aber vieles ist immer noch lustig“, ergänzt Irena Wieland. Zumal der Karneval in Döbern sehr tanzbehaftet sei. Büttenreden gab es nie. Legendär war dagegen der Käfig. „Nicht klatschen, nicht trinken oder anderes – es fand sich immer ein Grund, jemanden einzusperren, der sich dann freikaufen musste“, berichtet Wieland Wagner.

Eine kleine Chronik erinnert an die Anfänge. Damals genügte es, dass sich Kulturhausleitung, Stadt und Glaswerk Döbern einig waren, damit die Karnevalsfeste stattfanden. Zum ersten Mal war es im Februar 1974 soweit. Unter dem Motto „Karneval im Malxetal“ wurde gefeiert. Sogar einen eigenen Karnevalsschlager komponierte Musiklehrer Horst Nooke für die Döberner. Das Programm fand anklang. Von zwei Veranstaltungen steigerte sich das Interesse der Döberner und vieler Zugereister auf fünf 1977 und auch ausverkaufte Karnevalsfeiern 1983. Unter anderem dem Einsatz des späteren Präsidenten Uwe Michalski ist es zu verdanken, dass der „Döberner Karnevalsverein 1974“ in den Wendejahren gegründet und die Faschingstradition weiter lebte. Entwickelt hat sich auch die Funkengarde. Die ehemaligen Funken Simone Sachse und Sylvia Dräger trainieren jetzt die Tänzerinnen, die landesweit erfolgreich sind.

Ein Foto des Elferrats aus früheren Zeiten. Deren Mitglieder und alle anderen Ehemaligen des Döberner Karnevalsverein sind zur Jubiläumsfeier eingeladen.
Ein Foto des Elferrats aus früheren Zeiten. Deren Mitglieder und alle anderen Ehemaligen des Döberner Karnevalsverein sind zur Jubiläumsfeier eingeladen. FOTO: zvg / Medienhaus Lausitzer Rundschau

Noch viel mehr gäbe es über 44 Jahre Karneval in Döbern zu erzählen. Irena Wieland und Präsident Wieland Wagner freuen sich schon deshalb auf viele Ehemalige, um mit ihnen in Erinnerungen zu schwelgen. „Auch wenn bestimmt viele darunter sind, die wir gar nicht mehr kennen“, so Irena Wieland. Denn aus den Anfangsjahren sei heute keiner mehr dabei.

(kkz)