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| 13:39 Uhr

Kaputte Landesstraße in Döbern
Würde das Land eher sperren als reparieren?

Die Spremberger Straße in Döbern ist seit Jahren in einem schlechten Zustand. Das Land Brandenburg plant bis 2024 keine Erneuerung.
Die Spremberger Straße in Döbern ist seit Jahren in einem schlechten Zustand. Das Land Brandenburg plant bis 2024 keine Erneuerung. FOTO: Katrin Kunipatz / LR
Döbern. Der Zustand der Spremberger Straße ist schlecht. Trotz Nachfragen vom Amt gibt es keinen Termin für die Erneuerung der L 49. Von Katrin Kunipatz

Die Spremberger Straße in Döbern ist seit Jahren ein Ärgernis. Einige Gefahrenstellen sind bereits abgesperrt. Gern hätten die Döberner die Verbindungsstraße zwischen den Bundesstraße B 115 und B 156 erneuert. Doch die Spremberger Straße ist eine Landesstraße. Deshalb ist der Landesbetrieb Straßenwesen verantwortlich. Die Stadt Döbern würde nur den Neubau der Gehwege und der Beleuchtung übernehmen.

Entsprechende Planungen seien laut Baufachbereichsleiter Uwe Eppinger für 2017 vorbereitet worden. Mit Mitteln aus dem Kommunalinvestitionsgesetz sollten die Maßnahmen finanziert werden. Die Baudurchführung hätte 2019 und 2020 stattfinden sollen, so Eppinger. Doch dazu wird es wohl nicht kommen. „Es gibt leider noch keine Planungsvereinbarung mit dem Landesbetrieb“, sagt der Fachbereichsleiter. Eppinger betont, er habe viele schriftliche Anfragen gestellt, sie seien teilweise ohne Antwort geblieben. Erst nach zehn Monaten Wartezeit habe es im Februar 2017 ein Gespräch zwischen Amtsverwaltung und Landesbetrieb gegeben. Danach berichtete Sigrun Kniewel vom Fachbereich Bauen dem Döberner Bauausschusses, dass der Landesbetrieb nicht an der Spremberger Straße plane und bis 2024 keine Mittel zur Verfügung stehen würden. Sollte die Straße einbrechen, würde sie eben gesperrt, habe der Landesbetrieb mitgeteilt.

Mit diesem Fakt wollten sich die Döberner Stadtverordneten nicht abfinden. Schließlich liegen Rettungswache, Feuerwehr und ein Altenheim an der Spremberger Straße. Über den CDU-Landtagsabgeordneten Raik Nowka wurde eine Kleine Anfrage an die Landesregierung gestellt. Der äußerst schlechte Zustand der Spremberger Straße ist demnach seit 2011 bekannt. Trotzdem ist die L 49 bisher nicht in ein Sanierungsprogramm aufgenommen worden, wohl auch, weil keine Planung vorliege. Die Antwort sei eine Frechheit, so Eppinger. Auch verneinte das Ministerium, dass es Gespräche zum Zustand der L 49 geben habe. Zu dieser Falschaussage solle Nowka erneut nachfragen, so Eppinger, der den politischen Weg als einzige Chance sieht, etwas zu bewegen.