ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:36 Uhr

Döbern feiert Wohnen für Senioren

Auch die Sportgruppe unter Regie von Ingrid Bischoff ist gern in der Seniorenwohnanlage aktiv.
Auch die Sportgruppe unter Regie von Ingrid Bischoff ist gern in der Seniorenwohnanlage aktiv. FOTO: Martina Arlt
Döbern. "Wenn es den Bewohnern gut geht, dann geht es mir auch gut": Unter diesem Motto führt die engagierte Leiterin Saskia Stahn seit 16 Jahren die DRK-Seniorenwohnanlage in Döbern. Das Haus feierte am Wochenende nun bereits das 20-jährige Bestehen. Martina Arlt / mat1

Diese Einrichtung wurde vor zwei Jahrzehnten neu erbaut und bietet den älteren Menschen 30 Wohnungen, Eineinhalb- und Zwei-Raum-Wohnungen. Genau am 31. Juli 1996 waren die Bewohner in dieses Haus eingezogen. Sie sind 70 bis 94 Jahre alt. Leiterin Saskia Stahn sagt: "Diese Wohnanlage ist bei den Senioren sehr beliebt. Es ist alles behindertengerecht ausgebaut, mit Notrufknopf für 24 Stunden." Das Haus hat nach ihren Worten eine Warteliste: Manchmal wünscht sie sich noch eine Etage für weitere Bewohner. "Wie sagt man so schön? Einen alten Baum verpflanzt man schlecht. Wir fördern gemeinsam die sozialen Kontakte, haben Verbindungen zu den Vereinen der Stadt." Die Senioren versuchen auch immer wieder, ihre Interessen mit Vehemenz und Charme zu vertreten. Sie erledigen kleine hauswirtschaftliche Tätigkeiten. Jeder Bewohner führt so auch sein eigenes Leben in den eigenen vier Wänden. Die Leiterin erläutert: "Voraussetzung ist für unsere Senioren, dass sie nachts allein klar kommen müssen. Doch sie nutzen natürlich gern unsere Angebote. Das ist ja Sinn der Sache. In unserem Haus wird viel gelacht, es ist immer etwas los." Die älteren Menschen sollen nach ihren Worten daheim nicht vereinsamen, sondern sich in der Gemeinschaft wohlfühlen.

Dieses Haus war vor 20 Jahren die erste Wohnanlage vom DRK-Kreisverband Forst, die übergeben wurde. Im Jahr 1993 war die Idee für diese Anlage entstanden. Dafür zeichneten sich besonders Hans-Joachim Bischoff als Projektleiter und Ulrich Schöpel als Geschäftsführer aus.

Heute hat sich das Leben im Haus schon längst eingespielt. Um die Belange der Senioren kümmert sich der Seniorenbeirat. Zu ihm gehören Saskia Stahn, Renate Pniok, Eva Rakel, Renate Dunkel, Anita Wache, Anni Wiszniowski, Liane Nooke und Margot Fengler.

Zu den Angeboten im Haus zählen Kegeln, Bowling, Handarbeit, Basteln und Sturzprophylaxe. Es gibt außerdem regelmäßige Themen-Kaffeenachmittage, es werden kleine Ausflüge, kleine Urlaubsreisen und auch Tagesfahrten organisiert. Der Friseur kommt ins Haus und auch der Bäckerwagen macht an dieser Anlage Station.

Aus verschiedenen Küchen gibt es Essenanbieter, damit die Senioren wählen können. Als Service bietet das Haus zudem das Verleihen von Hilfsmitteln, wenn es einmal für kurze Zeit in der Familie benötigt wird.

Auch Bürgermeister Jörg Rakete schaute zum Jubiläumsfest vorbei: "Dieses Haus ist eine Alternative für ältere Menschen. Wir wissen es als Stadt schon sehr zu schätzen. Hier sind die Senioren bestens betreut, sie fühlen sich nicht einsam, da bin ich mir sicher." So war auch am Samstag zum Jubiläum auf dem Gelände der DRK-Wohnanlage jede Menge los.

Umrahmt wurde das Fest durch den Döberner Volkschor und dem DRK-Chor. Kristin Dräger zeigte eine Vorführung zur Sturzprophylaxe. Barnabas Kunze von den "Burkauer Musikanten" unterhielt die mehr als 100 Gäste musikalisch.

Auch zwei Projekte hat Saskia Stahn im Blick. "Das ist zum einen unser neuer Obstgarten und zum anderen möchten wir unsere Sitzecke überdachen. So haben wir unsere heutigen Gäste gebeten: Wenn sie uns etwas zum Jubiläum mitbringen möchten, dann vielleicht ein Bäumchen oder ein Strauch für den Obstgarten oder ein paar Euros für die Gestaltung unserer Sitzecke. Ein großes Dankeschön muss ich allen Ehrenamtlichen aussprechen, die uns immer wieder sehr unterstützen."

Auf jeden Fall wird in diesem Jahr noch zu einem Herbstfest und einem Weihnachtsmarkt in diesem Haus eingeladen.