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| 17:52 Uhr

Rohrbrüche
Diskussionen um Rohrbrüche in Forst

Auch Am Keuneschen Graben sind die Rohre gebrochen.
Auch Am Keuneschen Graben sind die Rohre gebrochen. FOTO: LR / Steffi Ludwig
Forst. Hitze und alte Rohre sind laut Stadtwerken für die gehäuften Fälle in den vergangenen Wochen verantwortlich. Von Steffi Ludwig

C.-A.-Groeschke-Straße, Muskauer Straße, Am Keuneschen Graben – das sind nur einige Straßen, in denen es in den vergangenen Tagen zu Wasserrohrbrüchen gekommen ist. Woran liegt das?, fragen sich viele Forster Einwohner. Auch in den sozialen Netzwerken wird dazu inzwischen diskutiert.

Wie Wolfgang Gäbler, Geschäftsführer der Stadtwerke Forst, erklärt, sind gerade die Wasserleitungen um die Triebeler Straße herum Stahlleitungen. Diese seien mittlerweile mehr als 80 Jahre alt und von Korrosion bedroht. Durch den derzeit heißen, trockenen Sommer werde das Dreifache der sonst üblichen Wassermenge durch die Rohre gepumpt, so der Stadtwerke-Chef. Grund sei der erhöhte Wasserbedarf der Bürger, unter anderem fürs Gartenbewässern. „Wenn ein Rohr bereits eine Schwachstelle hat, bricht es durch den erhöhten Wasserdruck an dieser Stelle“, erklärt Wolfgang Gäbler. Da in der Stadt viele alte Wasserleitungen liegen, könne sie es sich einfach nicht leisten, alle Rohre prophylaktisch auszutauschen. „Uns schmerzen die vielen Rohrbrüche auch“, sagt er.

Das Thema Sommerfrost sieht der Stadtwerke-Chef für Forst eher nicht als Hauptgrund für die Vorfälle der vergangenen Tage. So werden durch die extreme Dürre knochenhart gewordene Böden bezeichnet, die auch kleinste Erschütterungen auf die Wasserleitungen übertragen. „Wir haben keine lehmhaltigen Böden, auf die das zutreffen würde, sondern eher Sand und Kies“, begründet der Fachmann.

Allerdings könnte möglicherweise die geänderte Wasserführung im Wasserturm auch dazu führen, dass sich Druckschwankungen negativ auf die alten Rohre auswirkten, so Gäbler weiter. Seit Juni werde im Normalbetrieb kein Wasser aus dem Speicherbecken des Turms mehr ins Trinkwassernetz gepumpt. Grund dafür war das Auftreten von Keimen im Trinkwasser in 30 Forster Haushalten gewesen. Seit April ist das Wasser jedoch wieder vollständig in Ordnung.

Bei der von einer Leserin genannten Waldstraße als weiterer Ort eines Wasserrohrbruchs habe es sich um einen Stromschaden gehandelt, stellt Wolfgang Gäbler klar.