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| 01:06 Uhr

„Die Zahlen sind mit Vorsicht zu genießen“

Forst.. Die Arbeitsmarktzahlen in Forst sind Wolfgang Laue selbst nicht ganz geheuer. „Ich habe Interpretationsprobleme“ , sagt der Geschäftsstellenleiter der Forster Agentur für Arbeit.

Nach den offiziellen Zahlen ist der Bestand der Arbeitslosen in Forst um 234 Menschen auf 4097 zurückgegangen. Dies entspricht 5,4 Prozent. Die Quote liegt damit in Forst in diesem Monat bei 25,5 Prozent, nachdem dies im März noch 27 Prozent waren. „Mit normalen Bewegungen auf dem Arbeitsmarkt ist das nicht zu erklären“ , sagt Wolfgang Laue. In Forst gäbe es kein großes Industrieunternehmen, das massenhaft eingestellt hat.
Verantwortlich für die extremen Statistikschwankungen ist vermutlich die Doppelerfassung von Arbeitslosen durch die Agentur und den Eigenbetrieb Grundsicherung beim Landkreis.
„Wir haben in diesem Monat konsequent alle Daten gestrichen, wenn uns bekannt war, dass jemand beim Landkreis registriert ist“ , sagt Wolfgang Laue, der ebenfalls für die Geschäftsstelle in Guben verantwortlich ist. Allerdings sind die Schwankungen in der Forster Nachbarstadt nicht derart ausgeprägt, wie dies in der Rosenstadt der Fall ist. Die Streichung der Klientel, die bereits vom Kreis berücksichtigt wird, geschah dort früher.
Erst im Juli, wenn der Bewilligungszeitraum für die Arbeistlosengeld II-Anträge endet, die von der Bundesagentur bewilligt wurden, dann wird es auch belastbare Zahlen für den Arbeistmarkt geben, sagt Wolfgang Laue. (brs)