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| 16:02 Uhr

Tradition in Forst
Die Tradition der Forster Adventskonzerte lebt

Für eine Forster Uraufführung des Chorwerkes „Transeamus“ sorgte der Projektchor Forster Chöre beim traditionellen Adventskonzert.
Für eine Forster Uraufführung des Chorwerkes „Transeamus“ sorgte der Projektchor Forster Chöre beim traditionellen Adventskonzert. FOTO: Angela Hanschke
Rund 400 Zuhörer sind am Sonntag in die Stadtkirche St. Nikolai gekommen, wo ihnen die Vielfalt der Forster Chöre gezeigt wurde.

Seit inzwischen 25 Jahren findet am Tag, an dem die zweite Kerze am Adventskranz entzündet wird, auch das große Forster Chorereignis, das Advents- und Weihnachtssingen statt.

Als Gemeinschaftsveranstaltung der Stadt Forst und der Evangelischen Kirchengemeinden wird es allerdings erst seit dem Jahre 1997 in der Evangelischen Stadtkirche Sankt Nikolai ausgerichtet. „Beim ersten Mal traten die Chöre in der Aula des Forster Gymnasiums auf“, berichtete Chorleiter-Urgestein Ingo Daniels. Spätere Auflagen folgten im Forster Hof und im Gasthaus Sacro. Die Chöre der Stadt waren auf der Suche nach einem Raum „mit guter Akustik und viel Platz auf die Kirchengemeinde zugekommen“, berichtete Elisabeth Engwicht, die immer junge Musiker, wie in diesem Jahr den jungen Forster Saxofonsspieler Friedrich Marten, in das Programm einbindet. Charakteristisch für das große vorweihnachtliche Konzert sei das ausgewogene Verhältnis zwischen modernen Weihnachtssongs sowie alten traditionellen Weihnachtsweisen in christlicher Tradition, betont die Musikpädagogin. Anfangs bestritten das weihnachtliche Singen vor allem Männerchöre. Zumindest der Forster Männergesangverein (MGV) 1832, der MGV Sacro, der Männerchor 1888  Groß Bademeusel und der MGV Noßdorf  waren bereits 1994 dabei. Später kamen der 1. Forster Frauenchor, der Kirchenchor der evangelischen Kirchengemeinde, deren Kinderchor „Die Ohrwürmer“, der Gemischte Chor Bohrau, der Gospelchor der evangelischen Kirchengemeinde, der Männerchor Euterpe Horno, die Liedertafel Briesnig und der DRK-Seniorenchor hinzu. Zwischen den Jahren 1994 und 2007 wurde das Chorkonzert vom damaligen Forster Kantor Johannes Dette geprägt. Bravorufe gab es in der 25-jährigen Geschichte, Tränen der Rührung, weit geöffnete Herzen, volles Kirchengestühl, gemeinsames Singen und mit rund 600 Zuhörern im Jahre 2015 den bisherigen Besucherrekord.

400 Musikfreunde konnte Pfarrer Lange auch in diesem Jahr begrüßen. Advent bedeute Ankommen, rief er in Erinnerung. Die ersten Besucher begehrten schon um 15 Uhr Einlass, um sich gute Plätze zu sichern. Vor einem Jahrzehnt wurde prophezeit, das Konzert könne in diesem großen Rahmen aufgrund Chorleitermangels nicht weiter bestehen. Vor allem der Forster MGV 1832 unter der Leitung von Ingo Daniels beschloss als erster Chor, sich mit modernem Repertoire und kleiner Formation zeitgemäßer aufzustellen.

Verdient großen Beifall gab es am Sonntag für ihr beschwingt vorgetragenes „Feliz Navidad“. Auch die übrigen Mitwirkenden begeisterten mit klassischen und modernen weihnachtlichen Liedern – der 1. Forster Frauenchor mit dem neuen Chorleiter Michael Zumpe,der Ohrwürmer-Kinderchor und der Kirchenchor der evangelischen Kirchengemeinde (beide unter Leitung von Elisabeth Engwicht), der von Susanne Bierhold geleitete Gospelchor, der von Manfred Meier am Akkordeon begleitete Seniorenchor des DRK Forst, der von Helmuth Wiegand dirigierte MGV Noßdorf und die Chorgemeinschaft des MGV Sacro und des Männerchors 1888 Groß Bademeusel unter Leitung von Angelika Dubrau. Erstmal fanden sich – bis auf den Noßdorfer MGV – Vertreter aller Formnationen zum „Projektchor Forster Chöre“ zusammen, um gemeinsam als Forster Uraufführung das schlesische Chorwerk  „Transeamus“ unter musikalischer Leitung von Elisabeth Engwicht anzustimmen. Die Idee dazu kam vom Forster Männergesangverein 1832.

(aha)