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| 17:58 Uhr

Forst
Die Suche nach dem Geld beginnt

Auch der mit Fördermitteln erichtete Volleyballplatz soll Teil des neuen innerstädtischen Jugendzentrums werden. Foto: Katrin Kunipatz
Auch der mit Fördermitteln erichtete Volleyballplatz soll Teil des neuen innerstädtischen Jugendzentrums werden. Foto: Katrin Kunipatz FOTO: LR / Katrin Kunipatz
Forst. Eine Machbarkeitsstudie nennt 1,65 Millionen Euro als Kosten für die Herrichtung der Villa als Jugendzentrum. Von Katrin Kunipatz

Das Ziel ist klar: Das ehemalige Jugendklubhaus East-Side soll zum neuen Kinder- und Jugendzentrum der Stadt Forst werden. Das Schülerfreizeitzentrum (SFZ) mit all seinen Angeboten soll in der Gubener Straße 10 umziehen. Die bereits im Bau- und Bildungsausschuss behandelte Vorlage sieht vor, den Standort am Keuneschen Kirchweg vollständig aufzugeben. Für dieses Areal würden dann entsprechende Verwertungsmöglichkeiten geprüft, erklärt Verwaltungsvorstand Sven Zuber den Ausschussmitgliedern.

Bevor es soweit ist, muss das vor rund 100 Jahren als Fabrikantenvilla errichtete Gebäude in der Gubener Straße jedoch von innen und außen saniert und umgebaut werden. Eine jetzt den Stadtverordneten vorliegende Machbarkeitsstudie beziffert die Kosten für das Projekt auf rund 1,65 Millionen Euro. Geld, das die Stadtverwaltung über Förderprogramme beschaffen soll. Vor diesem Hintergrund ist bisher völlig offen, in welchem Zeitraum das neue innerstädtische Kinder- und Jugendzentrum entstehen kann.

Dies ist auch Maryna Mach und Isabel Wiener vom Kinder- und Jugendbeirat bewusst. Die beiden Schülerinnen freut es, dass bei dem Projekt die Wünsche der Jugendlichen berücksichtigt wurden. „Auch wenn wir es nicht mehr erleben, ist es doch für unsere kleinen Geschwister eine gute Sache“, so Wiener. In ihren Augen sei der Standort schon jetzt akzeptiert. Sie kenne viele, die zum Beachvolleyball schon jetzt ans East-Side kommen. Mit attraktiveren Räumlichkeiten hofft Fachbereichsleiterin Angelika Geisler die Zahl der täglichen Besucher gegenüber dem heutigen SFZ steigen zu können. Am Keuneschen Kirchweg zählt der Nix-Verein am Tag zwischen 30 und 50 Besucher.

Dabei seien einige Räume im Schülerfreizeitzentrum nicht begehbar, weil es reinregne, so Fachbereichsleiterin Angelika Geisler im Bauausschuss. Deshalb bemühe sich die Stadt schon länger um eine Alternative. Nachdem der Standort Parkstraße 7 vor allem aufgrund der schlechten Bausubstanz als künftige Kinder- und Jugendeinrichtung ausschied, nahmen die Stadtverordneten im Juli vergangenen Jahres das ehemalige East-Side ins Visier.

Hilfreich für das Erstellen der Machbarkeitsstudie war eine Bestandsanalyse des Gebäudes von 2004. Hintergrund war damals die Nutzung des Hauses als Hortgebäude. Es folgten Gespräche mit dem Bauordnungsamt hinsichtlich den Anforderungen für Brandschutz und den zweiten Fluchtweg. „Gut für uns, es liegt kein Denkmalschutz auf dem Haus“, erläutert Angelika Geisler. Intensive Gespräche führte die Stadtverwaltung mit dem Kinder- und Jugendbeirat sowie dem Nix-Verein als Träger des SFZ. Bei einer Umfrage unter Forster Schülern wurden weitere Ideen zur Gestaltung der neuen Einrichtung zusammengetragen

Die Machbarkeitsstudie betrachtet ebenfalls das Außengelände. Der Beachvolleyballplatz und die Tischtennisplatze würden in das Jugendzentrum einbezogen, so Geisler. Weiterhin gebe es Überlegungen, ein direkt neben dem Gebäude liegendes Grundstück zu erwerben und dort eventuell einen Grillplatz einzurichten. „Eine Skateranlage wird es in der Gubener Straße nicht geben“, erklärt Angelika Geisler. Die umliegende Wohnbebauung lasse es nicht zu. Sven Zuber deutet an, dass eine Skateranlage im Stadion am Wasserturm Platz finden könnte. Die entsprechende Konzeption für diesen Sport- und Freizeitkomplex soll bis Ende des Jahres vorliegen. Geisler erklärt, dass alle dort untersuchten Standorte als machbar eingeschätzt wurden.

Die Mehrheit der Stadtverordneten im Bau- und im Bildungsausschuss stimmte der Machbarkeitsstudie zu. Einzig Abgeordnete und Bürger der Linken-Fraktion enthielten sich dort. Doris Dreßler erklärte für sie, dass sich die Fraktion bis zur Stadtverordnetenversammlung am 29. Juni noch ein Bild machen müsse.