Wo, das ist ihre Sache. Der Stellenplan wird eingefroren und Stellen, die in Zusammenhang mit Asyl stehen, künftig auf maximal zwei Jahre befristet.

Damit können die Städte und Gemeinden teilweise zufrieden sein. Sie hatten eine Kreisumlage von 39,9 Prozent gefordert, werden in Summe aber um mehr als zwei Millionen Euro entlastet. Die Befristung der Stellen im Zusammenhang mit der Bewältigung der Asylbewerberaufgaben hat eher symbolischen Charakter: Im Dezember hatte der Kreistag bereits der Schaffung von 19 Stellen für diese Aufgaben zugestimmt, von denen lediglich sechs unbefristet sind und von denen nur eine noch nicht besetzt ist. Der Beschluss betrifft drei bis dreieinhalb weitere Vollzeitstellen, die dieses Jahr besetzt werden sollen.

Keine Chance hatte die SPD mit ihrem Vorschlag, die Umlage auf knapp über 41 Prozent zu senken. Die Linke konnte zumindest einen Teilerfolg verbuchen. Nach ihrem Antrag, die Mittel für eine Fertigstellung einer neuen Rettungswache in Döbern so umzuschichten, dass eine Fertigstellung bereits Mitte 2017 möglich ist, hat die Verwaltung einen Weg gefunden, dies auch ohne Kreistagsbeschluss und damit Eingriff in den Haushalt zu regeln. Bei der Rettungswache gibt es starke hygienische Mängel, sodass Wagen und Ausrüstung teilweise in Forst desinfiziert werden müssen. Durchgefallen ist allerdings der Vorstoß der Linken, Eltern von der Zuzahlung bei den Schülerfahrtkosten zu befreien. Das wäre nach Einschätzung der Verwaltung ein klarer Verstoß gegen mehrere Haushaltsauflagen durch das Land gewesen. Der Haushalt muss nun dem Land zur Genehmigung vorgelegt werden. Eine Überarbeitung wäre riskant gewesen: Liegt bis Jahresmitte kein genehmigter Haushalt vor, würde die alte Kreisumlage greifen: 46,8 Prozent.