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„Autos rasen trotzdem vor der Schule“

Beim Tempo-30-Schild in der Frankfurter Straße Richtung Stadtmitte wird noch geprüft, ob es versetzt werden muss.
Beim Tempo-30-Schild in der Frankfurter Straße Richtung Stadtmitte wird noch geprüft, ob es versetzt werden muss. FOTO: Steffi Ludwig / LR
Forst. Eltern sorgen sich in der neuen Tempo-30-Zone vor der Forster Grundschule Nordstadt um die Sicherheit der Kinder.

Anfang Oktober war die neue Tempo-30-Zone in der Frankfurter Straße vor der Grundschule Nordstadt eingerichtet worden. Das war angesichts der Raserei der Autos dort dringend nötig, hatten Eltern wie Birgit Lischinski der RUNDSCHAU mitgeteilt. „Aber auch jetzt, mit den Schildern, rasen die Autos trotzdem“, kritisiert Frank Lischinski. „Wir haben drei Kinder in der Schule. Muss denn erst etwas Schlimmes passieren?“, fragt er und schlägt ab und zu ein Blitzgerät vor. Zudem sei die 30er-Zone nur bis 14 Uhr beschränkt. „Gegen 15 Uhr kommen jedoch die meisten Kinder aus dem Hort, könnte die Beschränkung nicht verlängert werden?“, so Frank Lischinski.

Laut Sabine Jahnke, Fachbereichsleiterin Bauen bei der Stadt Forst, ist das Tempo-30-Schild stadtauswärts bereits versetzt worden, damit es besser sichtbar ist. In Richtung Stadtmitte werde geprüft, ob ein Versetzen notwendig ist. „Grundsätzlich sollen Verkehrszeichen gut sichtbar sein“, so Sabine Jahnke.

Die Kontrolle des Einhaltens der Fahrgeschwindigkeit liege im Zuständigkeitsbereich der Polizei. Die Stadt habe keine Möglichkeiten, Geschwindigkeitsüberschreitungen zu ahnden, teilt die Fachbereichsleiterin mit. Der Polizei sei die Stelle jedoch bekannt, da alle von der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises ergangenen verkehrsrechtlichen Anordnungen auch an die Polizei gehen. Zudem sei das Tempo-30-Gesetz auch mit der Polizei besprochen worden.

Die zeitliche Befristung auf 14 Uhr richte sich nach den Betriebszeiten der Schule. Die Straßenverkehrsbehörde des Landkreises, die den Erlass erteilt hat, berichtet auf Nachfrage, dass es theoretisch möglich sei, die Beschränkung auf 15 Uhr oder später zu erweitern. Hierzu sei jedoch eine schriftliche Mitteilung der Stadt an den Landkreis notwendig.

(slu)