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Gefahrenquelle
Die komplizierte Beseitigung einer Stolperfalle

Diese Senke im Gehweg ist eine Stolperfalle. vor über zehn Monaten hat ein Anwohner der Waldstraße das Problem benannt. Lange tat sich nichts.
Diese Senke im Gehweg ist eine Stolperfalle. vor über zehn Monaten hat ein Anwohner der Waldstraße das Problem benannt. Lange tat sich nichts. FOTO: kkz
Forst. Ein Loch hat Martin Kling im Fußweg vor seinem Grundstück in der Waldstraße bemerkt. Einige Steine des Betonpflasters sind eingesunken. kkz

"Es ist eine Gefahrenquelle. Leicht kann jemand hier stolpern", sagt der Forster. Im November 2016, als die Erneuerung der elektrischen Hausanschlüsse vorbereitet wurde, machte er die Stadt auf das Problem aufmerksam. Seine Idee: Wenn sowieso am Pflaster des Gehwegs gearbeitet wird und die entsprechende Technik vor Ort ist, könnte doch auch gleich das Loch repariert werden. Die Bauverwaltung kündigte an, in Abhängigkeit der Witterung den Schaden im Gehweg zu beseitigen und dies gegebenenfalls im Zusammenhang mit dem Rückbau der Elektromasten zu erledigen.

Im Frühjahr 2017 baute die Netzgesellschaft Forst-Lausitz ihre Masten ab. Sorgfältig wurden die Löcher im Gehweg mit Betonsteinen geschlossen. Ebenmäßig fügen sich die neuen Steine ins bestehende Pflaster ein. Nur die Senke vor dem Grundstück Nummer 9 ist noch da. Martin Kling kann nicht verstehen, warum bei den Bauarbeiten diese kleine Stelle, die sich keine zwei Meter neben einem der Masten befindet, nicht mit repariert wurde. Auf eine erneute Nachfrage bei der Stadt bekam er keine Antwort.

Bewegung kam erst in die Sache, als die RUNDSCHAU bei der Forster Stadtverwaltung nachfragte. "Der Schaden wurde aufgenommen und nochmals vor Ort besichtigt", teilt Roland Obst, Leiter des Betriebsamts mit. Verursacht wurde die Absenkung vermutlich durch Regenwasser, das in diesem Bereich den Boden unter den Steinen ausgespült. Roland Obst hat deshalb den Eigenbetrieb Abwasser informiert, der sich demnächst um die Beseitigung des Schadens kümmern werde.

Den Netzbetrieb, der zu Jahresbeginn die Masten zurückgebaut und kleine Teile des Pflasters neu gemacht hat, habe er als Leiter des städtischen Betriebsamtes nicht beauftragen können. Es sei schwierig, einem anderen Unternehmen, einen solchen Reparaturauftrag zu erteilen, erklärt er. "Jeder hat seine Kompetenzen", sagt Roland Obst.