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Die Kinder im Mittelpunkt

Die Hasengruppe der Kita „Hayasche“ Groß Kölzig mit Kitaleiterin Jana Thomas (r.) und Erzieherin Sybille Hähne. Im Hintergrund das ehemalige Kita-Gebäude, in dem früher eine Gaststätte mit Namen Hayasche untergebracht war.
Die Hasengruppe der Kita „Hayasche“ Groß Kölzig mit Kitaleiterin Jana Thomas (r.) und Erzieherin Sybille Hähne. Im Hintergrund das ehemalige Kita-Gebäude, in dem früher eine Gaststätte mit Namen Hayasche untergebracht war. FOTO: Steffi Ludwig / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Groß Kölzig. Groß Kölzig hat sich Kita, Hort und Schule erhalten – das wirkt sich auf das Ortsleben aus. Von Steffi Ludwig

Der Ortsteil Groß Kölzig der Gemeinde Neiße-Malxetal hat zwar nur 785 Einwohner. Aber dennoch gibt es hier eine florierende moderne Kita, eine Grundschule und einen Hort – die zudem eng beieinanderliegen und eng zusammenarbeiten und auch etwas für den Ort tun. So gestaltet zum Beispiel der Hort schon zum dritten Mal den Adventsmarkt in Groß Kölzig. „Wir wollen den Bewohnern im Ort etwas zurückgeben, man trifft sich bei solchen Veranstaltungen auch auf ganz anderer Ebene“, sagt Jana Thomas. Die 48-Jährige leitet den Hort „Rappelkiste“ seit 2013 und seit 2016 auch die Natur- und Bewegungskita „Hayasche“ – und ist begeistert: „Alle drei Kindereinrichtungen in einem Ort, zudem eine gute Busverbindung nach Forst und Döbern, eine Post, ein Naturbad, Sportvereine, eine Kegelbahn – das ist nicht selbstverständlich.“

Die Kita „Hayasche“ wurde 2012 komplett neu gebaut, direkt neben die ehemalige Kita, die in der „Hayasche“ untergebracht war. Der ungewöhnliche Name rührt vom alten Gut Heyschena oder Heuaschena, das vor mehr als 300 Jahren hier stand. Die neue Kita ist lichtdurchflutet und liegt in einem großen Gelände – das sogar einen Pool beherbergt und direkt an den Wald anschließt. Die 53 Kita-Plätze sind voll belegt, es gibt Wartelisten. „Wir haben Eltern, die mit ihren Kindern hier herkommen, weil hier alles da ist und die Angebote stimmen“, sagt Jana Mäser, Fachberaterin Kita im Amt Döbern-Land. Junge Leute ziehen zurück oder bauen, es gebe wenig Leerstand, bestätigt auch Bürgermeister Eberhard Müller.

Bei einer Umfrage, die das Amt im Sommer erstmalig unter den Eltern aller Kitas geführt hat, sei die Kita Groß Kölzig sehr gut weggekommen, berichtet Jana Mäser. Besonders auch der Fakt, dass in der Kita selbst gekocht werde, komme bei den Eltern gut an. Aber auch die anderen Angebote wie frühmusikalische Erziehung, Englischunterricht oder die Logopädin, die ins Haus kommt, seien gut genutzt. „Wir haben aber auch tolle Eltern, die die Kita sehr gut unterstützen“, lobt Jana Thomas.

Voriges Jahr sei ein Projekt gestartet worden, bei dem die Vorschulkinder einmal pro Monat in den Hort gehen, um die künftigen Erzieherinnen, die Wege und den Hort an sich kennenzulernen, berichtet die Kitaleiterin. Das komme gut an. „Auch sonst funktionieren die kurzen Wege gut - beispielsweise haben wir für das Zirkusprojekt der Kita den Fahrdienst der Schule ausgeliehen.“ Auch der Hort sei mit 87 Kindern gut ausgelastet, einige kommen sogar aus der Döberner Grundschule in den Groß Kölziger Hort. „Der Bus, der jede Stunde fährt, hält in beiden Orten auch direkt vor der Schule“, so Jana Thomas.

Auch Sabrina Liske, Schulkoordinatorin der Evangelischen Grundschule Groß Kölzig, würdigt die Seltenheit dieser kurzen Entfernung von Kindergarten, Grundschule und Hort. „Viele Stadtteile können das nicht bieten. Betrachtet man dann noch die vielen Vereine wie den TSV 1903, bietet unser Dorf sehr viel für die Zukunft unserer Kinder.“ Und diese geben auch zurück: So gestalten beispielsweise Kita, Hort und Schule abwechselnd das Programm der Rentnerweihnachtsfeier der Volkssolidarität.

Die Evangelische Grundschule Groß Kölzig.
Die Evangelische Grundschule Groß Kölzig. FOTO: Steffi Ludwig / Medienhaus Lausitzer Rundschau
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