| 11:45 Uhr

Bürgermeisterwahl
Von Sicherheitspartnerschaften bis mehr Präsenz

Bürgermeisterwahl 4c
Bürgermeisterwahl 4c FOTO: Janetzko, Katrin / LR
Forst. Die Bürgermeisterkandidaten sehen Möglichkeiten bei der Stadtverwaltung, das Sicherheitsgefühl der Forster zu stärken.

In zwei Wochen, am 22. April, entscheiden die Forster über ihren künftigen Bürgermeister. Die RUNDSCHAU bat die fünf Kandidaten unter anderem zu erläutern, welche Handlungsmöglichkeiten sie für die Stadtverwaltung beim Thema Sicherheit sehen – denn Einbrüche und Diebstähle haben das Sicherheitsgefühl vieler Bürger stark beeinflusst.

Für Simone Taubenek (parteilos) ist es zwingend geboten, alles zu tun, damit sich das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger verbessere. Die Bildung beziehungsweise Neuausrichtung des Präventionsrates auch unter Beteiligung von Bürgern sowie der Sucht- und Drogenprävention hätte für sie oberste Priorität. Auch individuelle technische Prävention vor Ort, kostenlose Fahrradcodierungen, seien weitere Möglichkeiten. Weiterhin würde Simone Taubenek ein Hauptaugenmerk auf Sicherheitspartnerschaften mit der Polizei legen.

Laut Aimo Bartel (parteilos) seien Weisungen der Landesregierung, Personalabbau, Strukturänderungen und Perspektivlosigkeit das Problem. „Das hochgespielte Sicherheits/Unsicherheitsgefühl trügt mitunter“, meint er. „Schnellschüsse und Panikmache helfen nicht, denn die Probleme sind Betroffenen und Verantwortlichen bekannt und kommuniziert.“ Ein Bürgermeister und die städtischen Mitstreiter hätten kaum Spielraum. Es müsse ein massiver Druck auf zuständige Institutionen für schnelle und stabile Lösungen gemacht werden.

Helge Bayer (CDU) würde verwaltungsintern schauen, ob mehr Ordnungspersonal aktiviert werden könne. Da dies eine Haushaltsfrage sei, müsse hier sehr genau gerechnet werden. Zudem sollte schnell sichergestellt werden, dass auch die Bundespolizei am Forster Standort festhalte. Stadtattraktivität sei auch hier wichtig. Bayer wünsche sich einen Bürgermeister, der in der Cottbuser Polizeidirektion auch mal auf den Tisch haut.

Thomas Engwicht (parteilos) werde sich als Bürgermeister in der Pflicht sehen, Forst in Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen sicherer zu machen. Denn Sicherheit sei nicht nur für Forster Bürger ein Grundbedürfnis. Er setze unter anderem auf Gespräche mit der Polizei, Versicherungen und möglichst vielen Bürgern und habe einige Ideen, an deren Umsetzung er teilweise bereits arbeite, berichtet Thomas Engwicht.

Für Ingo Paeschke (Die Linke) müsse die Zusammenarbeit mit der Landes- und Bundespolizei intensiver fortgesetzt werden. Das Ordnungsamt müsse auf der Straße Ansprechpartner für die Bürger sein. „Das bedeutet, dort, wo die Polizei durch Personalmangel zu Fuß nicht präsent ist, müssen wir unser Ordnungsamt sichtbar machen“, so Ingo Paeschke. Damit könne das Sicherheitsgefühl in der Stadt gestärkt werden. Priorität der Arbeit des Ordnungsamtes sei die öffentliche Ordnung und Sicherheit und nicht die Verteilung von Parkknöllchen, so die Ansicht des Kandidaten.

Auf der RUNDSCHAU-Internetseite www.lr-online.de können Sie zudem die Antworten der Bürgermeisterkandidaten zum Umgang mit Industriebrachen, zur Zukunft des Stadions am Wasserturm, zu Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung sowie zu Ideen für das Forster Stadtzentrum nachlesen.

(slu)