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| 01:41 Uhr

Die ehemalige Jägerstraße im Forster Stadtzentrum

Das Foto, aufgenommen vor 45 Jahren um 1960, zeigt den Beginn der einstigen Jägerstraße im Forster Stadtzentrum. Die Jägerstraße erhielt ihre Bezeichnung zur Erinnerung an die Jägerkompanie der Forster Schützengilde. Hans-Joachim Schulz

An der Südseite des Marktplatzes um die St.-Nikolai-Kirche beginnt die Amtstraße in Richtung Berliner Straße.
Als erste Seitenstraße zweigte ungefähr in Höhe des Frie-drichplatzes auf der linken Seite vom Markt kommend die Jägerstraße ab, die in den Ernst-Hammer-Platz mündete.
Das Foto zeigt die Jägerstraße in Richtung Ernst-Hammer-Platz. In dieser Straße mit Kopfsteinpflaster standen bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges insgesamt 22 Häuser. Die bekanntesten Gebäude waren das Eckgebäude am linken Bildrand das ehemalige Bekleidungsfachgeschäft von Richard Miek, die Stadtbrauerei von Walter Furchner, die Wäscherei und Plätterei von Felix Hackenschmidt und die Tischlerei von Emil Ribbeck.
In die Jägerstraße mündete die am Markt beginnende kurze Sternstraße. Trotz des starken Beschusses des Stadtzent-rums Ende Februar 1945 blieb der größte Teil der 22 Gebäude erhalten. Anfang der 70er-Jahre wurden aber diese Häuser alle auf Grund der Neugestaltung des Stadtzentrums und der Errichtung von Wohnneubaugebieten sowie auch die Gebäude am Ernst-Hammer-Platz abgerissen.
Heute ist nur noch der Verlauf der ehemaligen Jägerstraße an dem breiten Durchgang im fünfgeschossigen Wohnblock am Beginn der Amtstraße auf der östlichen Straßenseite zu erkennen, wo der Straßenverlauf bis zum ehemaligen Ernst-Hammer-Platz noch vorhanden ist. Jedoch wurde das ehemalige Kopfsteinpflaster später mit einer Asphaltdecke überzogen.
Im rechten im Schatten stehenden Eckgebäude, es gehörte aber zur Amtstraße, befand sich die Drogerie der Familie Gustav Adolf Seidel.