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| 15:52 Uhr

Tourismus
Gastgeber werden digital erfasst

Diana Priel mit dem neuen Rosengartenflyer in der Touristinformation. Im Magazin des Tourismusverbandes Seenland sind drei Forster Orte aufgeführt.
Diana Priel mit dem neuen Rosengartenflyer in der Touristinformation. Im Magazin des Tourismusverbandes Seenland sind drei Forster Orte aufgeführt. FOTO: Steffi Ludwig / LR
Forst. Diana Priel, neue Mitarbeiterin der Forster Touristinformation, startet mit Kennenlern-Aktion. Von Steffi Ludwig

Seit dem 1. Februar gibt es in der Forster Touristinformation eine neue Mitarbeiterin: Diana Priel (35), bisherige Citymanagerin in Guben und Mitarbeiterin des Marketing- und Tourismusvereins Guben. Für die Forsterin war es eine glückliche Fügung, dass in der Rosenstadt jemand gesucht wurde, während in Guben Ende 2017 das Bundesförderprogramm „Aktives Stadtzentrum“ auslief und somit auch die Förderung einer Citymanagerin.

„Da ich seit 15 Jahren in Forst lebe und hier auch meine Familie mit zwei Kindern habe, passte das gut“, sagt Diana Priel, die aus der Gemeinde Schenkendöbern stammt und wegen der Liebe nach Forst zog. Damit verstärkt sie das Team um Britta Scherf und Carolin Pottag. Letztere ist nach Auskunft des amtierenden Werkleiters des Eigenbetriebes Kultur, Tourismus und Marketing, Stefan Palm, schwanger. Durch einen Ringtausch der Stellen werde Britta Scherf die Elternzeitvertretung einnehmen, sodass eine starke Besetzung der Touristinformation gesichert sei.

Denn damit hatte es im Jahr 2016 schlecht ausgesehen: Durch Erkrankungen und befristete Verträge war die Touristinformation zeitweise nur eingeschränkt geöffnet und vertreten worden durch die Leiterin des Archivs verschwundener Orte, Dörthe Stein. Mit der ausgebildeten Touristikerin und gebürtigen Forsterin Carolin Pottag wurde die Besetzung im Oktober 2016 dann gefestigt.

Mit Diana Priel ist nun eine weitere Fachfrau an Bord. Denn die ausgebildete Gestalterin hat an der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg Kultur und Technik studiert und wollte schon immer in den Bereichen Kultur und Marketing tätig sein. „Ich arbeite  gern mit Menschen zusammen“, sagt sie. „Mir gefällt es, den Gästen unsere schöne Region schmackhaft zu machen – gerade das ausgebaute Radwegenetz ist doch eine Besonderheit.“

Im Moment hat sie eine besondere Aufgabe: Sie verbindet ihre Kennenlerntour zu den Zimmeranbietern in Forst und Umgebung mit einer Neuerung: Sie zu fragen, ob die Unterkunft auch digital erfasst werden darf. Denn in Forst soll ein Online-Buchungssystem eingeführt werden – genau wie in vielen Orten des Tourismusverbandes Lausitzer Seenland, zu dem Forst gehört, wenn der formelle Akt geklärt ist. „Das wird dort gut angenommen, und wir müssen auch mit der Zeit gehen“, sagt Diana Priel. „Wenn man im Internet sein Zimmer anbietet, kann man neue Gästegruppen ansprechen.“

Dazu seien laut Stefan Palm Verträge mit dem Lausitzer Seenland und HRS als technische Plattform geschlossen worden. Auf der Internetseite der Stadt Forst soll das Portal unter dem Punkt „Unterkunft“ angegliedert werden. Mit einem Klick sei in Echtzeit erkennbar, ob die Zimmer frei seien – es brauche nicht mehr mehrere Telefonate, stellt  Palm einen Vorteil heraus.

Gerade für die Radtouristen in der Region biete sich das an. Und auch die Heimkehrertouristen seien nicht zu unterschätzen – also ehemalige Forster, die beispielsweise über den Jahreswechsel in die Heimat kommen und hier ein Zimmer brauchen.

Momentan sei sie noch am Anfang ihrer Tour, so Diana Priel. Sie habe sowohl Gastgeber getroffen, die offen fürs Internet sind, als auch solche, die zufrieden sind mit ihren Stammgästen. Denn viele Pensionen und Unterkünfte hätten weniger als acht Betten. Deshalb sei derzeit auch keine vollständige Übernachtungsstatistik für Forst möglich, weil nur Unterkünfte über acht Betten aufgeführt werden. Mit dem Online-Buchungssystem könne das besser überblickt werden.