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| 14:40 Uhr

Erfolgreiches Duo
Mit kalter Schnauze über Hürden

 Maik Mosler mit Hünding Cara auf dem Forster Hundesportplatz. Der Lauf über die Hürden im Hintergrund war eine von drei Dispziplinen bei der Deutschen Meisterschaft.
Maik Mosler mit Hünding Cara auf dem Forster Hundesportplatz. Der Lauf über die Hürden im Hintergrund war eine von drei Dispziplinen bei der Deutschen Meisterschaft. FOTO: LR / Steffi Ludwig
Forst. Maik Mosler und Hündin Cara vom Forster Hundesportverein wurden deutsche Vize-Meister. Von Steffi Ludwig

Sie rannten mit vier Pfoten und zwei Beinen schnell und fehlerfrei über Hürden, durch den Slalom und über Hindernisse: Maik Mosler und seine Hündin Cara Carissima von den drei Kirchen. Damit erreichte das Hund-Mensch-Gespann vom Forster Hundesportverein den Vizetitel bei den Deutschen Meisterschaften im Turnierhundsport. Das ist für Maik Mosler und den Forster Verein der größte Erfolg bisher.

Dementsprechend stolz zeigten beide einige Tage später auf dem Forster Hundesportplatz ihre Medaille und den kleinen Pokal – und einen Ausschnitt ihres Könnens. „Denn es kommt nicht nur auf die Schnelligkeit an, sondern vor allem auch darauf, dass Hund und Mensch immer auf der gleichen Höhe laufen – ansonsten gibt es Punktabzug“, erklärt Maik Mosler. Und so fährt Cara denn auch  ihre Antennen aus und spitzt die Ohren, ehe beide über die gelb-schwarz-roten Hürden sausen. „Die Hunde verlassen sich zu 100 Prozent auf uns“, so Maik Mosler. „Und wir sind ein Fifty-Fifty-Team: Wenn es bei einem nicht läuft, funktioniert es nicht.“

Schon seit Kindertagen ein Hundefreund

Das A und O bei einem Wettkampf sei es, dem Hund Ruhe zu vermitteln. „Denn die Ablenkung ist groß, durch andere Hunde, die Wertungsrichter an den Hürden oder die Stadionathmosphäre“, so Maik Mosler. So war es auch bei der Deutschen Meisterschaft, die im Auestadion in Wesel in Nordrhein-Westfalen stattfand. Zwei Hürdenläufe fanden parallel statt, es gab 300 bis 500 Zuschauer. Doch Cara hat es gemeistert, und so belegte das Forster Team in der Altersklasse 51 unter elf Startern einen zweiten Platz, gemeinsam mit dem punktgleichen Frank Eikelmann und Hund Belgian Tigers Kayo aus Lossetal. Es siegte Armin Mayer mit Hund Fay aus Metzingen. Insgesamt waren 360 Teams am Start.

„Um überhaupt bei den Deutschen Meisterschaften starten zu können, muss man bei den Landesmeisterschaften und bei den Verbandsmeisterschaften vorn dabei sein“, erklärt Maik Mosler, der seit etwa 15 Jahren aktiv Turnierhundesport betreibt. Für den 52-jährigen Versicherungsmakler aus Gahry ist das ein Ausgleich zum Bürojob. „Ich hatte schon als Kind einen Hund und bin seit 1984 Mitglied im Forster Hundesportverein.“ Der Schäferhund, den er vor Cara hatte, habe jedoch nicht das erforderliche Nervenkostüm gehabt.

Vor Aufregung nichts gegessen

Doch Cara, eine fast vierjährige Tervueren-Hündin, die zu den belgischen Schäferhunden zählt, strahle mehr Ruhe aus. Vor zweieinhalb Jahren hatte Maik Mosler die Begleithundeprüfung abgelegt und war mit ihr in den Turnierhundesport gestartet. Etwa acht Wettkämpfe bestreitet der Gahryer mit ihr pro Jahr, damit sie Erfahrung sammele.

Denn vor lauter Aufregung habe sie drei Tage vor dem Wettkampf fast nichts gefressen. Erst danach ließ sie sich die speziellen Leckerlis schmecken. Jetzt ist erstmal Wettkampfpause für Cara bis zum Frühjahr. Maik Mosler, dessen Frau ebenfalls im Turnierhundesport aktiv ist, trainiert jede Woche mit dem Hund zweimal auf dem Platz an der Malxe – und auch zweimal täglich etwa fünf Minuten zu Hause. Dann werde Unterordnung geübt: auf Kommandos hören, nicht herumschnüffeln, Kehrtwendungen dicht laufen.

Dem Forster Hundesportverein gehören momentan etwa 50 Mitglieder an, neue Interessenten sind gern gesehen. Internet: www.hsv-forst.de

 Eine sportliche Einheit beim Wettkampf: Maik Mosler mit Hündin Cara Carissima von den drei Kirchen.
Eine sportliche Einheit beim Wettkampf: Maik Mosler mit Hündin Cara Carissima von den drei Kirchen. FOTO: Maik Mosler