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| 18:57 Uhr

Forst
Serienstar Wolfgang Winkler vertritt seinen Freund

Forst. Der Termin mit Jaecki Schwarz im Pavillon wird im September nachgeholt.

Hektik einen Tag vorm 15. „Talk im Pavillon“. „Ich war schon auf dem Weg nach Forst, als mich Jaecki Schwarz anrief und die Veranstaltung wegen Krankheit absagte“, sagt Moderator Lutz Hoff. Doch Dank seiner guten Kontakte in der Unterhaltungsbranche konnte er kurzfristig mit Wolfgang Winkler, einem Freund und Kollegen von Jaecki Schwarz, einen ebenbürtigen Gesprächspartner gewinnen.

Wolfgang Winkler hat Lausitzer Wurzeln. 1943 wurde er in Görlitz geboren und absolvierte in Hoyerswerda seine Lehre zum Lokführer. Zur Schauspielerei kam Wolfgang Winkler durch seine spätere Schauspielkollegin Friederike Aust. Die war in der Parallelklasse und Mitglied in einer Laientheatergruppe. Der junge Wolfgang fand es eine gute Idee, ebenfalls in diese Laienspielgruppe einzutreten, um so Friederikes Herz erobern zu können.

1962 bewarb sich Wolfgang Winkler an der Deutschen Hochschule für Filmkunst in Potsdam-Babelsberg und wurde auf Anhieb genommen. Seine Mitstudenten hießen u.a. Carmen-Maja Antoni, Petra Kelling und Walter Nickel. „Carmen-Maja war damals der Star in unserer Klasse“, erinnert sich Winkler.

Nach dem Studium ging Winkler zurück ans Görlitzer Theater und sammelte Erfahrung beim Film. Bei den Dreharbeiten zu Konrad Wolfs Film „Ich war 19“ traf er auf Jaecki Schwarz. „Jaecki bekam die Hauptrolle, ich wurde gleich nach dem Vorspann erschossen“, witzelt er.

1996 folgte jene Fernsehrolle, mit der er heute noch in Verbindung gebracht wird: Im „Polizeiruf 110“ spielten er und Jaecki Schwarz das Ermittlerduo Schneider und Schmücke. Bis 2013 entstanden 50 Folgen. Winkler gab den Zuschauern im Pavillon einige Anekdoten von den Dreharbeiten zu Gehör. „Wir teilten uns am Set einen Wohnwagen. Die Frotzeleien schafften es manchmal ins Drehbuch“.

Der 300. Polizeiruf wird Wolfgang Winkler in Erinnerung bleiben. Er brach sich nach Abschluss der Dreharbeiten beide Oberschenkel. Ein Erlebnis, dass er als Zwölfjähriger schon einmal hatte. „Ich bin wohl der einzige Schauspieler, der sich viermal die Oberschenkel gebrochen hat“, scherzte Winkler.