Airbrush-Arbeiten macht er, zeichnet Portraits, fotografiert, probiert Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung aus und lässt einige seiner Werke strahlen.
Das machen zwar zurzeit recht viele, aber die beiden Kürbisse, die Spaziergänger an der Gubener Straße 70 in den vergangenen Tagen sahen, gingen über das simple Fratzen-Stadium des Kürbis-Schnitzer-Debütanten schon etwas weiter heraus. Die Hexenküche, die in einem Kürbis brodelt, hat Philipp Neumann „frei Schnauze gemacht“ . Bei der Katze unterm Zweig hat er sich „grob“ an einer Vorlage orientiert. Die Zeichnungen wurden - wie gewohnt - auf den Kürbis übertragen und dann begann das Schnitzen. Dunkelrot schimmern die Holzscheite und flackern die Flammen unterm Hexenkessel. Nur an einer Stelle flackert die Flamme des Teelichts immer wieder hell auf. „Fitzliges reizt mich“ , meint der Techniker, der seit einigen Jahren immer im Oktober den Kürbissen an die Schale geht. Die wuchsen im Garten dieses Mal zwar nicht so groß - aber darauf könne man sich ja einstellen. Je fitzliger, desto besser.
Die riesigen Beeren sind nicht das einzige Naturprodukt, das Neumann für sich entdeckte. Vor einem halben Jahr geriet ein Kuhfell in seine Hände.
So was müsse verwertet werden, meint er, und packte sein Mountainbike ein. „Man kennt das ja. Da fährt man irgendwo hin, stellt das Rad ab - dann hat es Kratzer. Das kann so nicht passieren“ , meint er mit kaum sichtbarem Grinsen. Oder täuschte nur das schummrige Kübislicht? (js)