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Der Lindenplatz soll schöner werden

Die Linden sollen großteils erhalten bleiben – ansonsten soll sich der Lindenplatz verändern.
Die Linden sollen großteils erhalten bleiben – ansonsten soll sich der Lindenplatz verändern. FOTO: Daniel Schauff
Forst. Der Forster Lindenplatz vor dem neuen Rathaus soll umgestaltet werden – und vor allen Dingen besucherfreundlicher daherkommen. Über die Pläne der Stadtverwaltung wurden die Mitglieder des Bauausschusses kürzlich informiert. Die namensgebenden stattlichen Linden sollen großteils erhalten bleiben. Steffi Ludwig

Er ist derzeit kein Aushängeschild, der Lindenplatz vor dem neuen Forster Rathaus. Als "unansehnlich" wird er auch im Plan über die Umgestaltung bezeichnet, den die Mitglieder des Forster Bauausschusses vorgelegt bekamen. Deshalb soll er jetzt aufgewertet werden - entsprechend der Ziele des integrierten Entwicklungskonzeptes "Aktives Stadtzentrum Forster Innenstadt".

Der Lindenplatz soll besucher- und nutzerfreundlicher werden und das Rathausumfeld verbessern. "Wir wollen den Platz in Anlehnung an die Historie wieder in Asphalt herstellen", erklärt Sabine Jahnke, Fachbereichsleiterin Bauen in der Stadtverwaltung Forst. Es solle im Rahmen des zur Verfügung stehenden Platzes so viel wie möglich untergebracht werden, natürlich vorrangig Stellplätze für Autos: Vorgesehen sind 58 Stellplätze, davon zwei Behindertenstellplätze und eine Stellfläche für Elektroauflader. Hinzu kommen drei Motorradstellflächen. Geplant sei die Ausweisung von sechs Kurzzeitstellflächen.

In der Mitte des Platzes solle nach historischem Vorbild eine Stele aufgestellt werden. Allerdings nicht wie ehedem eine Siegessäule, die auch an die über 30 gefallenen Forster in den Jahren 1870/71 erinnerte. Geplant ist eine zwölf Meter hohe Mittelmast-LED-Leuchte mit vier Auslegern, so Sabine Jahnke. Die Stadtwerke Forst planten zudem, hier eine Ladestation mit zwei Anschlüssen zum Aufladen für Elektroautos einzurichten.

Gegenüber dem Rathaus soll ein Aufenthaltsbereich angeordnet werden, der mit einer Bank, einem Abfalleimer und fünf Fahrradständern ausgestattet ist. Die Übergänge vom Parkplatz zu den straßenbegleitenden Gehwegen sollen stadttypisch in Betonplatten mit Bischofsmütze gestaltet werden. Der gesamte Platz soll barrierefrei sein.

Die stattlichen Linden sollen großteils stehen bleiben. "Die Bäume sind schön anzusehen, und ein Baumgutachten hat die Erhaltung empfohlen", so Sabine Jahnke. Lediglich drei der insgesamt 28 Bäume müssten gefällt werden - aufgrund der Neuordnung der Zufahrten. Geplant sind zwei Zu- und Abfahrten von der Kirchstraße.

Die gefällten Bäume würden gemäß der Baumschutzsatzung der Stadt mit fünf gefüllt blühenden Vogelkirschen ersetzt, die auf der Grünfläche August-Bebel-Straße/Ecke Bahnhofstraße gepflanzt werden sollen. Die verbleibenden Linden sollen saniert werden und größere unversiegelte Baumscheiben erhalten. Das auf dem Parkplatz anfallende Regenwasser soll teilweise zur Versickerung in die Grünstreifen geleitet werden und komme somit den Linden zugute.

Er finde es schön, dass die Stadt das Thema aufnehme, sagte Stadtverordneter Norman Nowka (fraktionslos). Er hätte sich jedoch gewünscht, dass mehr Bäume wegfallen, damit die Sicht zur Kirche besser aussehe.

Die Kostenberechnung inklusive Planungskosten beläuft sich für das Vorhaben auf 300 000 Euro. Finanziert wird es mit Städtebaufördermitteln des Programms "Aktive Stadtzentren". Geplant ist, dass die Bauarbeiten schon im Dezember beginnen und im Mai 2017 abgeschlossen sind.