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| 16:47 Uhr

Wetter
Ein schöner erster Sommermonat

Heiß war zuweilen auch dieser Kuhherde vor Klein Jamno.
Heiß war zuweilen auch dieser Kuhherde vor Klein Jamno. FOTO: Heido Briesemann
Spree-Neiße. Der Juni in der Lausitz hatte nur wenige Schönheitsfehler.

Nach dem sehr warmen Monat Mai startete auch der erste meteorologische Sommermonat 2018 gleich mit einem Hitzerekord. Die gemessenen 34,4 Grad werden womöglich zu einem Spitzenplatz in diesem Jahr reichen.

Nach einzelnen meist kurzen Gewittern ging es recht hochsommerlich durch die ersten zehn Tage, wobei das Thermometer nur zweimal die 25-Grad-Marke nicht erreichte. Kühlere Nordseeluft floss Mitte des Monats in die Lausitz. Mit dieser „kleinen Schafskälte“, was wiederum für viele Menschen eher eine Wohltat war, stiegen die Tageshöchstwerte „nur“ auf angenehme 21 Grad. Doch drei Tage später, am 17.Juni, wurde es mit 32,2 Grad wieder heiß. Fast spektakulär der Wetterwechsel, den Tief „Cathy“ zum kalendarischen Sommeranfang am 21. Juni präsentierte. Binnen fünf Stunden sanken dank kräftiger Windböen die Werte von 31 auf 15 Grad. Gut für alle Hitzegeplagten, schlecht für die Rosengartenfestbesucher in Forst, denn auch die Tage darauf wurden keine 20 Grad mehr erreicht. Im letzten Drittel wurde unser Wetter von einem Sonne-Wolken-Mix bestimmt. Tagsüber stiegen die Werte über 25 Grad, nachts konnte man gut durchlüften. Insgesamt gab es 17 Sommertage, von denen sieben heiß waren mit über 30 Grad. Das Monatsdrittel lag bei 19,74 Grad.

In der Landwirtschaft zeigten sich verschiedene Szenarien. Fehlende Niederschläge waren unter anderem der Grund, dass die Gerste wegen Notreife bereits Mitte Juni vom Halm musste. Dabei hatte es an 14 Tagen geregnet – jedoch sehr wenig, was nicht half, das Niederschlagsdefizit der letzten Monate auszugleichen. In Summe gab es 41 Millimeter Niederschlag.

In den Kleingärten konnte schon ordentlich geerntet werden: Süßkirschen, Himbeeren und Brombeeren, sowie erste Tomaten und Gurken. Pfirsiche und Äpfel versprechen Ähnliches. Da das Wetter um den Siebenschläfertag heiter und warm war, kann mit 60-prozentiger Wahrscheinlichkeit Ähnliches auch für den Juli erhofft werden. Vielleicht ist für die Natur auch mal ein ordentlicher Landregen dabei.

(hb)