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| 02:34 Uhr

Der Juni hat sich warm, aber recht unbeständig gezeigt

Spree-Neiße. Der in der vergangenen Woche zu Ende gegangene Monat Juni war in Forst recht warm, zeigte sich aber nicht durchgängig von seiner schönen Seite. Die Abfolge von Störungsausläufern und Sommerhitze bescherte der Lausitz ein Auf und Ab bei der Bewölkung und der Temperatur. hib1

Die trübte aber den Gesamteindruck nicht, denn der erste Sommermonat dieses Jahres war warm. So gab es neben 14 Sommertagen (Höchstwert über 25 Grad Celsius) auch vier Hitzetage. Der Monatshöchstwert, gemessen am 22. Juni, betrug 32,4 Grad Celsius. Das Monatsmittel lag bei 19,06 Grad Celsius und damit ein Grad über dem langjährigen Mittel.

Der Niederschlag begrenzte sich meistens auf gewittrige Schauer. So blieben 18 Tage gänzlich trocken. Die Waldbrandgefahr erreichte die höchste Stufe.

Die Natur lechzte nach Regen. Eigentlich liegt im Juni auch der Beginn der Obsternte. Doch diese fiel bei den Süßkirschen fast vollständig aus. Die Fröste Mitte April hatten die Blüten zerstört. Auch bei Birnen und Sauerkirschen liegen die Verluste bei über 90 Prozent. So mussten sich die Obstliebhaber bislang mit Erdbeeren und Himbeeren begnügen.

Zum Monatsende brachte Tief "Rasmund" endlich den ersehnten Regen auch in die Lausitz. Waren bis zum 28. Juni 40 Liter gemessen worden, steuerte der Dauerregen an den letzten drei Tagen noch einmal 37 Liter hinzu. Dabei kam die Lausitz wieder einmal glimpflich davon, denn nördlich von Berlin fielen bis zu 263 Liter in 36 Stunden. Da bekannterweise auch der Sieberschläfertag in diesen Zeitraum fällt, ist es sehr wahrscheinlich, dass sich auch der Juli eher unbeständig, feucht und nur mäßig warm zeigen könnte.

Laut Hundertjährigem Kalender wiederholt sich das Wetter alle sieben Jahre. Ein Blick zurück auf die Sonnenjahre 2003 und 2010: Vor 14 Jahren war der Sommer feucht und sehr warm. 2010 gab es sehr viel Regen (Hochwasser im August), aber 15 Hitzetage im Juli.