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Der Januar 2017 war ein echter Wintermonat

Schnee und Winterferien machten es möglich: In Kerkwitz steht dieser Schneemann. Er ist 3,30 Meter groß. Gebaut haben ihn die Kinder von Birgit Neumann.
Schnee und Winterferien machten es möglich: In Kerkwitz steht dieser Schneemann. Er ist 3,30 Meter groß. Gebaut haben ihn die Kinder von Birgit Neumann. FOTO: Birgit Neumann
Spree-Neiße. (hib1) Für unsere bäuerlichen Vorfahren war die Beschaffenheit des Winters von zentraler Bedeutung. Schneereiche und noch so kalte Winter waren für die Bauern keine schlimmen Winter.

Die Wärmeleitfähigkeit von Neuschnee beträgt nur etwa zehn Prozent der Leitfähigkeit des nassen Bodens. Darum sinkt die Temperatur an der Bodenoberfläche unter Schnee nur wenige Grade unter Null und schützt somit die Bodenkulturen vor Frostschäden durch Kahlfröste. Der Januar 2017 dürfte also mit seiner Schneedecke den Bauern (und den Kindern) gefallen haben.

Begonnen hatte der Monat mit Sturmtief "Axel" und recht nasskaltem Wetter. Regen- und Schneeschauer hielten die ersten fünf Tage Viele von Aktivitäten im Freien ab. Doch als der Wind auf Nordost drehte, sanken die Werte auch tagsüber unter die Nullgradmarke. Sonne, Schneeschauer und grauer Hochnebel wechselten sich ab. Am winterlichen Gesamteindruck des Januar konnte die kurze Tauwetterperiode Mitte des Monats nichts ändern.

Die 15 Zentimeter Neuschnee am Nachmittag des 15. Januar überraschten dann doch viele Berufstätige. Auf das Schneetief folgte das Hoch "Brigitta" Es bescherte der Lausitz dann Winter pur, Sonnenschein aber auch ganztägig zähen Hochnebel.

Der Januar 2017 verzeichnete nur eine frostfreie Nacht am 13. Januar, wobei der Monatstiefstwert mit minus 11,4 Grad Celsius am 6. Januar und der Höchstwert mit 4,7 Grad Celsius am 12. Januar gemessen wurde.

Der Monat verabschiedete sich mit Neuschnee und Straßenglätte bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Das Monatsmittel bei den Temperaturen lag bei minus 2,15 Grad. Somit war es der kälteste Januar seit sieben Jahren. An zwölf Tagen fiel Niederschlag, fast gänzlich als Schnee oder Schneeregen. Insgesamt kamen 37 Liter pro Quadratmeter zusammen.

Betrachtet man abschließend den Winterstraßenverkehr, so kam die Lausitz im Verhältnis zu den teils chaotischen Verhältnissen in weiten Teilen Deutschlands wieder weitgehend glimpflich davon.