ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 19:31 Uhr

Mühlentag
Der Holzbackofen funktioniert

 Radwanderer aus Forst besichtigen den künftigen Standort des Mühlenrad-Nachbaus.
Radwanderer aus Forst besichtigen den künftigen Standort des Mühlenrad-Nachbaus. FOTO: Angela Hanschke
Forst/Noßdorf. Viele Familien radelten zur Noßdorfer Wassermühle. Von Angela Hanschke

Eine ausgewogene Mischung zwischen Beschaulichkeit und Betriebsamkeit hat in der Noßdorfer Wassermühle geherrscht. Familien und Radwanderer steuerten bei Sonnenschein das historische Mühlenanwesen an. Im Bauerngarten leuchteten Jasmin, Iris, Pfingstrosen, Blauregen und Rosen. Den Herrentag genossen dort Rosengartenchef Stefan Palm und der Forster Kämmerer Jens Handreck. Ihren Appetit stillten die Besucher mit frisch gezapftem Fürst-Pückler-Bier, Kaffee, Zuckerkuchen sowie Spießbraten in Tradition der Döberner Glasmacher. Beides war kurz zuvor aus dem Holzbackofen gezogen worden.

Der Erbauer des Offens, Rainer Hackert von der Firma Rainer´s Garten- & Landschaftsbau aus Sielow, erkundigte sich. ob er gut funktioniert. Mitgearbeitet hat auch Alexander Bloedorn (18) – Ur-Ur-Enkel des letzten Noßdorfer Müllers Johannes Märtin. Zimmermann Michael Böttcher, Gerald Kulke und Günter Andreck fertigten die hölzerne Dachkonstruktion. „Der alte Mühlenhof ist nun wieder hergestellt“, sagte Mario Kloas. Seine Mutter, Märtins Enkelin Sabine Losehand vom Mühlenverein, legte gemeinsam mit Rainer Appelt und Peter Kleemann Hand an beim Pflastern und fertigte am Vortag bis spät nachts Erdbeer- und Quarktorten.

Nicht nur Hausgemachtes ist in Noßdorf gefragt. „Hier wird auch historisch gespielt“, so Kloas und zog den betagten Handwagen voller Spielgeräte in den Kinderhof. Sylvia Beyer vom Verein „Wassertankstelle“ beriet unweit der Malxe zum Thema Trinkwasser. Nach der Besichtigung eines Musterrades am Cottbuser Spreewehr plant der Mühlenverein einen Besuch bei Gottfried Schumann, der in Sachsen historische Mühlenräder baut. Dankbar ist der Verein für Mittel und Ideen zu dessen Heim-Transport. Nach dem Besuch der Briesniger Mühle mit Musik aus dem Ötztal rastete Ingo Heurich in Noßdorf. Vor der Weiterfahrt zum Jocksdorfer Affenzoo legte eine Forster Radfahrergruppe einen Halt ein. „Es fehlen Angebote für meine Altergruppe“, meinte Wayne (12) während Ella und Melina (beide 3) den Spielplatz eroberten.

 Radwanderer aus Forst besichtigen den künftigen Standort des Mühlenrad-Nachbaus.
Radwanderer aus Forst besichtigen den künftigen Standort des Mühlenrad-Nachbaus. FOTO: Angela Hanschke