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Der Herbst von seiner besten Seite

Thema ganz offenbar nicht verfehlt: Der Markt an der Stadtkirche war am Freitagmorgen herbstlich-bunt dekoriert.
Thema ganz offenbar nicht verfehlt: Der Markt an der Stadtkirche war am Freitagmorgen herbstlich-bunt dekoriert. FOTO: Daniel Schauff
Forst. Nicht ganz Forst war am Freitag beim Herbstmarkt in der Innenstadt, aber mitunter wirkte es so. Kein Wunder, hatte sich am Morgen der Regen doch verzogen und mehr Herbstgefühl hätte kaum noch in die Rosenstadt gepasst. Daniel Schauff

Ein Song der Bee Gees schallt vorbei an Miederwaren und Jogginghosen in Richtung Herbstdekoration mit Heuballen und Kürbissen von Agrargenossenschaft und Gartenfreunden. "Nobody gets too much heaven no more" - niemand bekommt heutzutage noch ausreichend vom Himmel, singt Barry Gibb. Stimmt nicht, will man entgegenrufen. Himmlisch ist zumindest schon einmal das Wetter am Freitagmorgen. Nach Dauerregen und -grau hat sich tatsächlich die Sonne über Forst bemüht, auch am Herbstmarkt teilzunehmen.

So wie zahlreiche Händler aus der Region. Der Kaffee kommt aus Cottbus, die Gurken und der Meerrettich aus dem Spreewald, der Honig aus Forst, die Hüte aus Guben. Rund um die Stadtkirche präsentiert sich die Lausitz nicht nur, aber vor allem von ihrer kulinarischen Seite. Hinzu kommen unter anderem die Beschäftigungs-, Qualifizierungs- und Strukturfördergesellschaft (BQS) aus Döbern, die - mit herbstlicher Dekoration ihre Arbeit vorstellt, das Rote Kreuz, das Netzwerk Gesunde Kinder und natürlich - einer der Höhepunkte vor allem für die kleineren Besucher - der Drebkauer Drachenvater Dieter Klante. Bei ihm werden die klassischen Herbstboten am Himmel fachmännisch zusammengebastelt, während Ingrid Ebert mit ihrer Drehorgel die Klänge der Bee Gees verstummen lässt.

"Nicht die Finger reinhalten, die können auch beißen", wird am Präsentationsstand der Rassekaninchen-Züchter gewarnt. Zwölf Kaninchen, elf Rassen, sind ebenfalls zum Herbstmarkt gekommen und ziehen neugierige Blicke der Kita-Vertreter aus der Rosenstadt auf sich. Sogar streicheln ist erlaubt.

Seit 2011 werden die Themenmärkte in Forst über das Förderprogramm Aktive Stadt- und Ortsteilzentren unterstützt. Wenn das Ziel der Förderung ist, die Forster Stadtmitte aktiv werden zu lassen, dann lässt sich am Freitag feststellen: Das Ziel wurde wohl erreicht.