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Forst
Der erste Schneemann trotzt dem Novemberregen

Robert Franz und die Kinder Emily und Elias (v.l.n.r) freuen sich über den selbst gebauten Schneemann, der seit zwei Wochen im Vorgarten steht.
Robert Franz und die Kinder Emily und Elias (v.l.n.r) freuen sich über den selbst gebauten Schneemann, der seit zwei Wochen im Vorgarten steht. FOTO: Katrin Kunipatz / LR
Forst. Schon im Sommer hatte Robert Franz die Idee dazu. Von Katrin Kunipatz

Der erste Schneemann dieser Saison steht in Forst. Gebaut haben ihn Robert Franz, Lebensgefährtin Sandra Schmidt und deren Kinder Emily und Elias schon vor zwei Wochen. Nun steht der zweieinhalb Meter große dickbäuchige Geselle im Vorgarten und grüßt die vorbeifahrenden Autos an der Spremberger Straße.

Tapfer trotzt er dem wenigen Sonnenschein. Selbst der Novemberregen kann ihm nichts anhaben, den der Schneemann besteht aus Plastebechern. Für jede Kugel hat Robert Franz eine Bechergröße besorgt: 0,1-Liter-Becher für die kleinste Kugel, 0,3-Liter-Becher für die mittlere und 0,5-Liter-Becher für die große Kugel. Gemeinsam saßen die Vier dann an einem Samstag im Wohnzimmer und tackerten die insgesamt 560 Becher paarweise aneinander. Die Becherpaare fügten sie zuerst zu Ringen und schließlich zu Kugeln zusammen. „Und wir haben derweil Türme gebaut“, ruft die vierjährige Emily dazwischen. Für sie und ihren neunjährigen Bruder Elias war es ein Abenteuer, als überall auf dem Fußboden die weißen Becher verstreut waren.

„Die Idee für den Schneemann stammt aus dem Internet“, sagt Robert Franz. Schon im Sommer habe er die aus Trinkbechern gebastelten Dekokugeln gesehen. Ein Exemplar hängt bei ihm im Flur. Dank einer eingebauten LED-Lichterkette strahlt sie in wechselndem Licht. Auch den Schneemann hat der junge Mann mit einer 100-LED-Außenlichterkette ausgestattet. Durch die vielen kleinen Lichtpunkte scheint er in der Dunkelheit zu glitzern. Die Kinder malten ihm noch eine rote Nase. In einigen Becher stecken schwarze Rollen. Ein roter Schlauch ist der Mund und ein kleiner schwarzer Zylinder macht den Schneemann komplett.

In diesem Jahr ist er bisher die einzige Adventsdekoration bei Familie Franz. Vor wenigen Jahren stand noch eine Zuckerhutfichte vor dem Haus. „Die haben wir gemeinsam mit meinem Vater in der Vorweihnachtszeit mit einer Lichterkette behängt“, berichtet Robert Franz.

Viel lieber würde er in diesem Jahr noch einen richtigen Schneemann bauen, gesteht der Winterfan. „Als ich 15 oder 16 war, gab es so viel Schnee, dass wir daraus im Hof einen Iglu gebaut haben“, so der 31-Jährige.