ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:39 Uhr

Dem "Betonkopf" folgt jetzt großes Lob

Nur die Hortkinder fehlten auf dem Bild, als Angela Kubein das Deutsche Kindergarten-Gütesiegel für die frisch sanierte Trebendorfer Kita entgegennahm. Foto: aha1
Nur die Hortkinder fehlten auf dem Bild, als Angela Kubein das Deutsche Kindergarten-Gütesiegel für die frisch sanierte Trebendorfer Kita entgegennahm. Foto: aha1 FOTO: aha1
Wiesengrund. Erneut wurde die Kita "Sonnenschein" in Trebendorf mit einer Auszeichnung bedacht – nach dem wenig schmeichelhaften und für alle unverständlichen "Betonkopf" des Allgemeinen Behindertenverbandes Brandenburg nun mit einer äußerst erfreulichen: Am Dienstag überreichte Michael Kunz von der Educert GmbH das "Deutsche Kindergarten-Gütesiegel" an Kita-Leiterin Angela Kubein. Die Berliner Firma Educert prüfte in den vergangenen Monaten die Trebendorfer Kindereinrichtung auf Herz und Nieren. aha1

"Wir haben den liebevollen und professionellen Umgang der Erzieherinnen mit den Kindern beobachtet und dabei besonders auf die Bildung der Kinder sowie den Umgang mit der unterschiedlichen Entwicklung ihrer Fähigkeiten und Fertigkeiten geachtet", sagte Michael Kunz.

Die Trebendorfer Kita, in der gegenwärtig 56 Kinder aus Mattendorf, Trebendorf, Jethe, Gablenz, Komptendorf, Simmersdorf, Dubrau und Jocksdorf betreut werden, sei " ein gutes Beispiel dafür, dass die Kindertagesstätten nicht nur reine Betreuungs-, sondern auch Bildungsstätten sind". Besonders die kindgerecht gestalteten Außenanlagen, die zum Zeitpunkt der Untersuchungen noch in der Planung - bezeichnete er als sehr gelungen.

Elternsprecherin Doreen Dunst kann diesen lobenden Aussagen nur zustimmen: "Uns Eltern hat die Verleihung des Gütesiegels nicht überrascht. Die Verleihung des ,Betonkopf Brandenburg 2012' vor ein paar Wochen dagegen sehr wohl - zumal es die Initiatoren dieser ,Ehrung', die ja bereits vor Fertigstellung des Kita-Umbaus vergeben wurde, nicht für nötig hielten, sich hier vor Ort umzuschauen".

Warum bei den rund 800 Kindergärten innerhalb der 53 Ämter im Land Brandenburg die Wahl des Behindertenverbandes ausgerechnet auf die Trebendorfer Einrichtung und ihre vermeintlich behindertenfeindliche Sanierung gefallen war, ist auch für Georg Schneider (SPD), der sich ehrenamtlich im Bereich politische Bildung engagiert, nicht nachvollziehbar. Alle Kitas behindertengerecht umzubauen, könne nicht realisiert werden. In jedem Amt gebe es jedoch mindestens zwei barrierefreie Einrichtungen, betonte er.

Nun sich die Trebendorfer Knder auf den von der Gemeindevertretung angekündigten großen Spielplatz im Grünen.