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| 17:53 Uhr

Textilmuseum
„Unsere zweitbeste Ausstellung bisher“

Die Sonderausstellung zu Selbstgemachtem in der DDR war schon zu ihrer Eröffnung im Forster Textilmuseum ein Publikumsmagnet.
Die Sonderausstellung zu Selbstgemachtem in der DDR war schon zu ihrer Eröffnung im Forster Textilmuseum ein Publikumsmagnet. FOTO: Steffi Ludwig / LR
Forst. Die Schau zu Selbstgemachtem in der DDR lockte bis zu ihrem Abschluss am Sonntag 3165 Besucher in das Textilmuseum Forst.

Die Sonderausstellung „Kreativität statt Engpass – Selbstgemacht in der DDR“ hat insgesamt 3165 Besucher ins Brandenburgische Textilmuseum Forst gezogen. „Damit ist sie besucherzahlenmäßig unsere zweitbeste Ausstellung überhaupt“, freut sich Angela Maaß, Geschäftsführerin des Museumsvereins Forst. Nur die Ausstellung zu 750 Jahren Forst habe noch mehr Gäste angelockt.

„Gerade kurz vor Schluss sind noch eine ganze Reihe Besucher gekommen, um die Ausstellung zu sehen“, berichtet Angela Maaß. Am Sonntag schloss sie nun nach vier Monaten Öffnungszeit ihre Pforten.

Sie war eine Schau vieler Superlative: Denn zu sehen waren mehr als 1000 selbst hergestellte Raritäten von 110 Leihgebern aus Brandenburg, Sachsen, Berlin und Sachsen-Anhalt. Der Aufruf auch in überregionalen Medien hatte laut Museumsleiterin Michaela Zuber für diese große Resonanz gesorgt.

Schon zur Eröffnung im Juli waren mit 160 Besuchern so viele gekommen wie noch nie zu einer Ausstellungseröffnung in Forst. Unter ihnen waren auch viele der Leihgeber selbst, aber auch andere Interessenten, die gemeinsam in Erinnerungen schwelgten.

Zu sehen waren so einige Raritäten – unter anderem ein altes Motorrad aus Niesky, auf dessen hinteren Bereich ein großes Behältnis von einem Schlosser gebaut wurde, um damit Kohle zum Heizen zu transportieren. Aber auch der Handwagen, den eine Weißwasseraner Familie aus Eishockeyschlägern zusammengebastelt hatte, damit die Mutter die Wäsche transportieren konnte, begeisterte das Publikum. Oder das selbstgebastelte Puppenhaus von Dietmar und Rosemarie Mustroph aus Forst nebst Tierpark, dessen Gebäude und Zaun der Vater aus abgebrannten Stäben von Silvesterraketen hergestellt hatte.

Die Ausstellungsstücke wurden laut Angela Maaß großteils schon von den Leihgebern abgeholt, an sie verschickt oder mit dem Transporter zu ihnen gefahren. Einige Leihgeber überlassen ihre Stücke auch dem Textilmuseum.

Nun startet der Aufbau der Modelleisenbahnausstellung, die am 10. Dezember eröffnet wird.

(slu)