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| 01:01 Uhr

Das Wochenende gehörte vor allem den Narren!

In Döbern, Sacro und Klein Kölzig starteten am Wochenende die Narren in die karnevalistische Verantstaltungssaison. Mit viel Aufwand wurden die ersten Abendprogramme einem ausgelassenen Publikum präsentiert. Von Manfred Forkert und Gerd Kundisch

Die Döberner erlebten am Samstag im Deutschen Haus einen großartigen Auftakt der 31. Karnevals saison. Nachdem Marschall Günter Kruber das närrische Volk mit einem lautstarken „Kille, Kille, Helau“ begrüßt hatte, begann das zweistündige Programm. Einen neuen Bürgermeister hatte Döbern zu diesem Zeitpunkt zwar noch nicht, dafür aber Minister, die von den beiden Marschällen Günter Kruber und Frank Mader vorgestellt wurden, bevor der Saal mit dem Döberner Karnevalsschlager ins Köcheln geriet. Das Motto der Döberner lautet in dieser Saison „Ein Kessel Buntes“ .
Einen besonderen Blickfang boten die Tanzmäuse, von denen die fünfjährigen Akteure Maike Rademacher und Janine Sura bestaunenswerte Einlagen beim Piratentanz zeigten, bevor das Döberner Schauorchester mit der Pflaumenpolka in Aktion trat und die Teenies mit ihrem Clown-Auftritt hatten. Auch bei Heinz der Quermann war man zu Gast und wurde an ehemalige Stars erinnert. Einen besonderen Hingucker boten die Dance Girls. Als die Stimmung scheinbar zu heiß im Saal wurde, sorgten Axel und Georg mit Wasserpistolen für Abkühlung. Vier Chorknaben wurden hundertfach unterstützt, als Bier und Apfelkorn besungen wurden. Dagegen sorgten die Girlis mit ihrem Orient-Dancefür besonderen erotischen Flair. Die Jecken kamen immer mehr in Stimmung - dafür sorgten dann auch die Döberner Fußballer mit ihrem turbulenten Bienen-Auftritt. Das Finale bildeten die Döberner Feuerteufel mit der Feuerwehrcombo, d ie den Saal zum Toben brachte.

In Sacro gibt es besondere Ich-AGs
Gespannt warteten die kostümierten Narren im Gasthaus Sacro auf den Einzug des großen und des kleinen Prinzenpaares - denn dann konnte das Fest beginnen. Die Garde in Blau-Weiß mit haarscharfen Bügelfalten im Zwirn nahm Aufstellung, und die Funken tanzten zur Freude der Zuschauer. Dazu schwirrte die Biene Maja graziös mit den kleinen Bienchen durch den Saal, woTeufel, Teutonen, Indianer, Sträflinge im offenen Vollzug und Clowns sich niedergelassen hatten. Präsident Dietmar Seidel ließ das Funken-Trio tanzen. Wer glaubte, im hohen Alter könnten die Omas nichts mehr, der sah sich alsbald getäuscht: Beim Charleston vergaßen sie Krückstock und Melissengeist, tanzten was das Zeug hielt, zeigten ihre geschmeidigen Körper und verloren fast alles an Kleidung - bis aufs Mieder. Hexen und Vampire beherrschten ebenso die Szene, dargestellt von der Show-Tanzgruppe Row Diamonds. Mit den Forster Orgelpfeifen kam Harald Schmidt auf dem Pferd. Und als neue Ich-AGs des Arbeitsamtes stellten sich auf der Neißebrücke ein Fensterputzer als Durchblick-AG, ein Freudenmädchen als Kondom-AG, ein Zigarettenhändler/-schmuggler als Marlboro-AG und ein Zöllner als Öffnen-sie-mal-den Kofferraum-AG den närrischen Touristen vor. Prämien in Form von Sekt wurden für die besten Kostüme ausgelobt. Über je ein Fläschchen konnten sich Steinzeitmenschen, ein Barock-Paar und die Indianer als die zu Besuch weilenden roten Brüder freuen. Dietmar Seidel sprach in diesem Zusammenhang eine Warnung für die Karnevalsmuffel aus, die eventuell zu den nächsten Veranstaltungen ohne jegliche Kostümierung erscheinen sollten. Anschließend beherrschten die Sänger, das Männerballett und immer wieder die Funken die Szenerie. „Jetzt geht die Party richtig los...“ hieß es zum Finale. Jux und Gaudi fanden auch danach kein Ende, als sich die Forster Jecken bis tief in die Nacht im Tanze drehten.

Klein Kölzig blieb nicht abstinent
In Klein Kölzig ging es am Samstag in der Gaststätte Zu den deutschen Eichen hoch her. Die Vereinsfahne erhielt ihren Platz über der Bühne. Das über zweistündige Programm war ein guter Mix von bekannten und neuen karnevalistischen Beiträgen. Die junge Mädchengarde trat mit dem Tanz der Roller Girls auf, bevor der 13-jährige Henry Herkula in die Bütt stieg und von seiner ganz verrückten Familie berichtete, wo eigentlich das ganze Jahr zu Hause Karneval ist. Katja Hüpfers Tanz „Kunstschwimmer“ konnte auf die Unterstützung des Männerballetts zählen, bevor beim KKMO-Tanz der Heilsarmee Steffi Thron forderte: „Weg mit dem Alkohol!“ Das wollte das närrische Volk nicht hören und forderte: Weg mit diesen Frauen! Also waren wieder Kneipenlerchen und Funkengarde gefragt. Knorzel brachte in der Bütt seine Erfahrungen im Straßenverkehr, insbesondere mit Fahrschule und Polizei zum besten. Und immer wieder hieß es: „Klein Kölzig Helau!“